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Stadtwerke-Chef kritisiert Erbauer des Güstrower Spaßbades Oase : Vorwurf: vorne hui, hinten pfui

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Eine "schlampige Bauausführung" wirft Edgar Föniger den Erbauern des Spaßbades "Oase" vor. Schlechtes Material sei damals für die Rohrleitungen verwendet worden. Deshalb sei die jetzige Sanierung unumgänglich gewesen.

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erstellt am 26.Jul.2011 | 10:04 Uhr

Güstrow | Eine "schlampige Bauausführung" wirft Edgar Föniger den Erbauern des Güstrower Spaßbades "Oase" vor. Schlechtes Material sei damals für die Rohrleitungen verwendet worden. Deshalb sei die jetzige Sanierung der "Oase" unumgänglich gewesen, so der Güstrower Stadtwerke-Chef. Zu den Stadtwerken gehört die Freizeit- und Immobiliengesellschaft, die das Spaßbad betreibt. "Damals wurde von außen schön gebaut und dahinter ist alles pfui", so Föniger. Zudem habe es eine mangelnde Bauüberwachung gegeben. "Aber damals wollte man bei diesem Prestigeobjekt für Güstrow keine kritischen Stimmen hören. Die Stadtwerke mit ihren Fachkenntnissen waren weitgehend ausgeschlossen." Das müsse man jetzt ausbaden. 300 000 Euro investieren die Stadtwerke in diese erste Sanierung, bei der noch bis zum 12. August neben einem Großteil der Leitungen auch der gesamte Sanitärtrakt sowie die Erdsauna im Außenbereich energetisch erneuert werden.

Der Zeitplan für die Sanierung ist eng. Bauleiter Volker Roese steht unter Druck. Seit dem 4. Juli ist die "Oase" bereits geschlossen - gerade in einer Zeit, in der das Wetter zu wünschen übrig lässt und viele Touristen die "Oase" gerne nutzen würden. "Aber irgendwann müssen wir ja sanieren", sagt Föniger. "Der Juli 2010 war unser umsatzschwächster Monat aufgrund der Hitze." Dass es diesen Sommer anders werden würde, konnte man nicht absehen. Deshalb laufen die Arbeiten jetzt auf Hochtouren. Auch nachts und an den Wochenenden werde gearbeitet, um den Termin für die feierliche Wiedereröffnung am 13. August einhalten zu können, so Volker Roese.

In den Duschen sind bereits die Leitungen erneuert. Auch neue Fliesen sind schon an den Wänden. Die Armaturen fehlen noch, ebenso ein neuer Fußboden und eine neue Decke. Im Bad selbst laufen Verschönerungsarbeiten. Die Erdsauna im Außenbereich hat bereits eine komplett neue Gasheizung sowie eine neue Holzvertäfelung bekommen. "Früher haben wir hier täglich vier Säcke Kaminholz verfeuert. Das ersetzen wir jetzt durch Gas und sparen Kosten", sagt Roese.

Doch die jetzigen Sanierungsarbeiten sind erst der Anfang. Föniger rechnet in den nächsten fünf Jahren mit einem Sanierungsbedarf in Höhe von drei Millionen Euro. "Dafür brauchen wir die Unterstützung der Stadt", fordert er. Stadt und Stadtvertretung müssten sich klar zur "Oase" bekennen. "Der politische Wille muss vorhanden sein, die ,Oase zu erhalten und weiter zu entwickeln." Denn für die kommende Sanierung seien kommunale Kredite notwendig. "Allein können wir das nicht stemmen", sagt der Stadtwerke-Chef. Jedes Jahr würde die "Oase" Verluste machen, die v on den Stadtwerken ausgeglichen werden müssten.

Für kommendes Jahr ist die Sanierung des Außenbereiches der Oase geplant, eventuell mit einer Teilschließung des Bades. Doch das jetzige Ziel sei zunächst einmal der 13. August. Dan gibt es eine Party zur Wiedereröffnung. Von 10 bis 17 Uhr haben die Besucher freien Eintritt.

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