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Warnung des Bundesverbandes der Vertriebsfirmen : Vorsicht vor übertriebenen Geschenken

vom

Parchimer haben in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Einladungen zu Geschenk- und Gewinnveranstaltungen gemacht. Unvergessen ist eine Busreise im Sommer 2010.

svz.de von
erstellt am 10.Nov.2011 | 11:24 Uhr

Hans M. (Name der Red. bekannt) ist skeptisch. Ihm flatterte ein Brief für Senioren ins Haus, die heute Nachmittag zu einer Veranstaltung mit namhaften Hamburger Betrieben eingeladen seien. Einen Geschenkekorb gebe es und ein Pfund Kaffee und eine Tombola finde auch statt.

Das mag alles korrekt ablaufen und von Menschenfreunden organisiert sein. Allerdings haben nicht wenige Parchimer in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Einladungen zu Geschenk- und Gewinnveranstaltungen gemacht. Unvergessen ist eine Busreise im Sommer 2010. Versprochen war eine Tour zur Mecklenburger Seenplatte. Weiter versprach der Veranstalter ein Überraschungsgeschenk im Wert von 149 Euro, einen DVD-Player und natürlich zaubere der Küchenchef ein "ebenso leckeres wie reichhaltiges Mittagsmenü".

Die Realität holte die 46 Parchimer ein, als sie das Ortsschild "Holthusen" lasen und der Bus vor einer Gaststätte hielt. Drinnen dann die erste Ernüchterung: Natürlich sei eine Gewinnnominierung nicht mit dem Gewinn gleichzusetzen, belehrte der überaus witzige Moderator: "Das ist wie bei der Oskarverleihung."

Und: "Ein Fahrrad für alle heißt nicht ein Fahrrad für jeden." So wurde ein Drahtesel verlost, auf den die Gewinnerin heute noch wartet. Eine so genannte Werkmesse mit Showeinlagen offerierte den Urlaubern so nützliche Dinge wie Bügeleisen, Handy, Reinigungspaste, das schon genannte Gerät zur Körperstimulation und Betten zum Bestellen. Eine Matratze, hergestellt nach "neuesten Forschungsergebnissen" koste 2398 Euro. Weil der Moderator Preisnachlässe gewährte, kauften einige der Parchimer. Das bereuten sie später, weil die Artikel längst nicht so viel wert waren.

Verbraucher haben natürlich die Möglichkeit, die auf solchen Veranstaltungen geschlossenen Verträge kostenfrei zu widerrufen. Ist das Geld erst aber vom Konto eingezogen, ist es nach den Erfahrungen der Verbraucherzentrale kaum möglich, dieses außergerichtlich zurück zu erhalten. Die Verbraucherzentrale MV wird nicht müde, darauf hinzuweisen, dass Gewinnversprechungen oft nichts wert sind. Im Gegenteil: Angebliche Geldgewinne oder übervolle Präsentkörbe sollen nur potenzielle Käufer locken und überteuerte Waren verkaufen.

Der Bundesverband Deutscher Vertriebsfirmen hat auf seiner Homepage Tipps gegen fiese Tricks zusammengestellt (www.bdv-aktuell.de): "Seien Sie immer kritisch bei übertriebenen Werbe- oder Gewinnversprechen."

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