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Lokales

20. September 2017 | 22:17 Uhr

Vorboten der Grippe erobern Rostock

vom

svz.de von
erstellt am 05.Nov.2011 | 03:44 Uhr

Es ist ein typisches Bild für die kaltnasse Jahreszeit: Die Rostocker Apotheken und Arztpraxen sind voll, denn bei vielen läuft die Nase, kratzt der Hals und schmerzt der Kopf. Die Diagnose: Grippaler Infekt.

Dieser gilt als typischer Vorbote der Influenza, der richtigen Grippe. Anja Neutzling vom Landesamt für Gesundheit und Soziales MV rät allen Rostockern, sich jetzt schnell noch gegen Grippe impfen zu lassen: "In diesem Jahr haben wir noch keine Influenza-Viren nachgewiesen, darum ist es jetzt höchste Zeit für einen kleinen Pieks." Denn wenn der Virus erst den Körper befallen hat, ist eine Impfung nicht mehr möglich. Dann können allenfalls noch Medikamente helfen, wie die so genannten Neuraminidase-Hemmer. Sie stoppen die Vermehrung der Viren.

Ältere Menschen sind besonders gefährdet

Besonders anfällig für eine Grippeerkrankung sind Personen über 60 Jahre sowie Menschen mit Vorerkrankungen. Auch Schwangere und Personen, die einer erhöhten Gefährdung ausgesetzt sind, wie etwa medizinisches Personal, gehören zur Risikogruppe und sollten sich impfen lassen. Die Impfung muss jedes Jahr wiederholt werden.

Die Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Instituts in Berlin verzeichnet eine für diese Jahreszeit relativ frühe Ausbreitung von Grippalen Infekten. Vor allem kleine Kinder bis zum vierten Lebensjahr sind davon betroffen. Auch der elf Monate alte Charlie hat gerade erst eine Krankheit überstanden. Nun läuft ihm nur noch die Nase. "Er mag es nicht besonders, wenn wir ihm die Nase putzen, aber was sein muss, muss sein", sagt Nora Braun. Gemeinsam mit ihrem Mann René geht sie mit ihrer kleinen Familie gern eine Runde durch Rostock spazieren. Die frische Luft beugt Krankheiten vor, denn sie stärkt das Immunsystem.

Auch wenn nur eine Grippeimpfung wirklich vor der Krankheit schützen kann, so helfen kleine Alltagstricks zumindest bei der Vorbeugung. Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse stärkt die Abwehr genauso wie Wechselduschen, Saunabesuche und Kneippsche Anwendungen. Schädlich für das Immunsystem sind hingegen Schlafmangel, Stress, Rauchen und Alkohol. Wer diese Hinweise beachtet und sich zudem in den kalten Jahreszeiten warm anzieht, kann gesund durch Herbst und Winter spazieren.
Abwehr stärken: Das hilft
Vitamin C ist das beste Mittel, um die körpereigene Abwehr zu stärken. Wer nicht allein auf Obst und Gemüse vertrauen möchte, kann auf Vitamintabletten aus der Apotheke zurückgreifen. In Verbindung mit Zink schlägt das Vitamin C besonders gut an. Ansonsten ist regelmäßiges Händewaschen mit Seife und warmem Wasser Pflicht in der Grippezeit. Für zwischendurch empfehlen sich Desinfektionstücher oder -spray. Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen krank wird, der kann nur noch Symptome behandeln und sich im Bett wieder gesundschlafen. Mit der Grippe gehen Fieber, Gelenk- und Muskelschmerzen, heftige Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche sowie Appetitlosigkeit einher. Hier helfen oft nur Kombipräparate wie Grippostad C oder Aspirin Komplex, denn sie können alle Symptome auf einmal lindern.

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