Vor Zersplitterung gewarnt

Wolf-Viktor von Pressentin
Wolf-Viktor von Pressentin

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24. Juli 2009, 09:09 Uhr

Rostock | Es gehe nicht nur um das Traditionsschiff, sondern um die gesamten Objekte des Schiffbau- und Schifffahrtsmuseums. Bei einer Standortverlegung nur des Schiffes in den Stadthafen ohne Dampfschlepper "Saturn", Hebeschiff "1. Mai", Schwimmkran "Langer Heinrich" sowie historische Werft- und Werkzeugmaschinen des Schiffbaus sei eine Zerschlagung der vorhandenen maritimen Landschaft in der Hansestadt und das Aus des Museums zu fürchten.

Das erklärt im Namen seiner Mitstreiter Wolf-Viktor von Pressentin, Vorsitzender des Vereins der Kapitäne und Schiffsoffiziere (VKS) Rostock. Er begrüßt eine sachliche Untersuchung zur Standortverlegung in den Stadthafen, die auch die zu erwartenden Kosten und eventuellen Mehreinnahmen bei Erhöhung der jährlichen Besucherzahlen mit einschließt.

Der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock sollte aber nur eine Vorlage zur Beschlussfassung vorgelegt werden, die einen endgültigen Standort aller Objekte des Schiffbau- und Schifffahrtsmuseums im Stadthafen beinhaltet, so Pressentin. Dabei müsse auch berücksichtigt werden, dass so ein Schiff nicht nur mit Festmacherleinen (200 Meter Leine kosten etwa 2500 Euro) festgemacht werden kann, zumal die Verholeinrichtungen auf dem Schiff nicht mehr funktionstüchtig sind. Pressentin erinnert daran, dass sich vor Jahren das Schiff in der Werft bei Sturm losriss und auf der Warnow trieb.

Seemännische Sorgfaltspflicht mahnt Kapitän von Pressentin auch bei einer angesteuerten Verlegung des Segelschiffes "Gorch Fock I" und des Eisbrechers "Stephan Jantzen" von Stralsund nach Rostock an.

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