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55 Jahre Kreismusikschule Güstrow : Vor der Fusion noch einmal feiern

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Die Kreismusikschule begeht in diesem Jahr ihren 55. Geburtstag und feiert das Sonnabend im Ernst-Barlach-Theater mit einer Festveranstaltung, einem Festkonzert und lässt den Tag mit zwei Auszeichnungen krönen.

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erstellt am 31.Mär.2011 | 07:44 Uhr

Güstrow | Die Kreismusikschule Güstrow begeht in diesem Jahr ihren 55. Geburtstag und feiert das Sonnabend um 15 Uhr im Ernst-Barlach-Theater mit einer Festveranstaltung, einem Festkonzert und lässt den Tag mit zwei Auszeichnungen krönen. Schulleiterin Ulrike Bennöhr sind besonders die zwei Auszeichnungen wichtig, weil sie für die Zukunft der Schule im neuen Großkreis von Bedeutung sind. Auch die Fusion ist ein Grund für die Feier. Ulrike Bennöhr: "55 Jahre sind ja eigentlich kein Anlass zu feiern. Aber da wir als Kreismusikschule so bald nicht mehr bestehen werden, wollen wir den Anlass zu dieser Festveranstaltung nutzen."

Schüler, Ex-Schüler und Lehrer zeigen buntes Programm

In den über fünf Jahrzehnten ihres Bestehens ist mit der Musikschule eine Kultureinrichtung herangewachsen, die einen wichtigen Teil des Kulturlebens landkreisweit bestreitet und gleichzeitig umfassende Verantwortung für die Bildung vor allem junger Menschen übernimmt. 55 Jahre anspruchsvoller und erfolgreicher Musik- und Tanzausbildung sind eine Feier wert. Rund 100 Schüler, Lehrer und ehemalige Schüler präsentieren ein buntes Programm der drei Arbeitsstellen, das so vielfältig ist wie das Angebot der Einrichtung. Solisten der Bereiche Klavier, Gesang und Klarinette - alle Preisträger des Wettbewerbs "Jugend musiziert" - interpretieren Werke von van Beethoven, Arnold, Loewe u. a. Das breite Spektrum des Gemeinschaftsmusizierens repräsentieren Vokal-, Bläser-, Streicher- und Zupfensembles aus Güstrow, Bützow und Teterow sowie die Gruppen "Chapeau Claque", "Folktet" und das Schalmeienorchester Teterow. Auch die kleinen Trommler der Gruppe "Klopfkäfer" und die "Bläserklasse" - das Gemeinschaftsprojekt der Kreismusikschule und der Regionalschule "Richard Wossidlo" Güstrow - stellen sich vor.

Charismatisch und charmant bringen Schülerinnen und Schüler der Tanzabteilungen der Musikschule Ausschnitte aus der Tanzproduktion "Mary Poppins" und der Revue "Klein Paris" sowie aus dem Ballett "Dornröschen" und "Der Nussknacker" auf die Bühne.

Der Kartenverkauf erfolgt an der Theaterkasse. Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Weil es Auszeichnungen gibt, werden u. a. Grußworte von Bildungsminister Henry Tesch und von Christiane Krüger, Vorsitzende des Landesverbandes der Musikschulen, überbracht.

Ehrungen für Qualität und als staatlich geprüfte Musikschule

Die erste Ehrung gibt es für das so genannte Qualitätssystem Musikschule (QSM), die zweite ist die "Anerkennung als staatlich geprüfte Musikschule". Mit beiden Auszeichnungen findet sich die Güstrower Einrichtung, so Leiterin Ulrike Bennöhr, im "guten Mittelfeld im Land" wieder. Das werde für künftige Entscheidungen, wie es mit Musikschulen weitergehe, sehr wichtig sein. Ulrike Bennöhr: "Der Landesverband der Musikschulen hat in den vergangenen Jahren forciert, dass alle Musikschulen dieses Gütesiegel erhalten. Ein Jahr lang wurden wir auf Herz und Nieren geprüft. Herausgekommen ist, dass wir das Qualitätssiegel tragen dürfen." Insgesamt gesehen ist es eine Bestandsaufnahme aller Faktoren und Prozesse in der Musikschule. Es ging um Schülerzahlen - die Schule hat 933 Schüler und 101 Kinder in der musikalischen Früherziehung -, um Zufriedenheit, Auslastung der Fachkräfte, eine Befragung der Eltern, um die Zusammensetzung des Personals, die Auslastung des Gruppenunterrichts...

Kernaussagen wurden von den Mitarbeitern und von den Eltern getroffen. So sind laut Befragung 95 Prozent der Mitarbeiter z.B. mit ihrer Beschäftigung zufrieden und arbeiten hoch motiviert. Sie werden entsprechend ihrer Ausbildung eingesetzt, fühlen sich mit ihrer Arbeit anerkannt, nutzen das Fortbildungsangebot, loben das Betriebsklima und die guten Räumlichkeiten und Ausstattungen mit Instrumenten und Notenbibliothek. Verbessert werden müssten die Bedingungen für Honorarkräfte. Gewünscht werden noch mehr fachübergreifende Projekte zusammen mit Schülern. Sehr wichtig ist der Aufbau eines Musikschulorchesters, nachdem es die Bigband nicht mehr gibt.

Die Studie der Elternbefragung war für Ulrike Bennöhr "überwältigend", weil die Eltern die Arbeit der Musikschule überwiegend positiv sehen. Gelobt werden u.a. der hohe Ausbildungsstand sowie die Qualifikation, Zuverlässigkeit und das Engagement der Lehrer weit über den Unterricht hinaus. Froh sind viele Eltern, dass es auch Musikschulangebote in Krakow am See, Laage und Gnoien gibt. Gelobt wird ebenfalls die Förderung besonderer Begabungen.

Bessere Bedingungen in Tanzabteilung gefordert

Verbesserungen werden aber auch gefordert: eine bessere Erreichbarkeit der Außenstellen Bützow und Teterow, Wochenend-Workshops für Erwachsene, ein "Instrumentenkarussell", damit die Kinder besser ihr Instrument auswählen können, mehr Ensembleangebote für die Kleinsten, mehr Angebote in Teterow (Violoncello, Querflöte, Gesang) sowie bessere Bedingungen in der Tanzabteilung.

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