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Lokales

20. November 2017 | 14:52 Uhr

Vor der Ehrung schwergetan

vom

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erstellt am 13.Mär.2011 | 08:21 Uhr

Schwerin | "Schade, wir hatten uns eigentlich vorgenommen, an die gute Leistung aus dem Baku-Spiel anzuknüpfen. Ich weiß auch nicht, woran es gelegen hat, dass uns das nicht gelungen ist", sagte Diagonalspielerin Patricia Thormann. Zuvor hatten die Volleyballerinnen des Schweriner SC vor 991 Zuschauern in der heimischen Arena Aufsteiger SWE Volley-Team mit 3:0 (18, 16, 21) bezwungen.

In der Tat: Es war keine Glanzleistung, die die Mannschaft von SSC-Trainer Tore Aleksandersen am Sonnabend abgeliefert hatte. Nur wenn die Schwerinerinnen das Tempo anzogen, hatte der Gast aus Erfurt keine Chance. In diesen Phasen konnten dann die Hauptangreiferinnen auf Schweriner Seite, Thormann und Mira Topic, schalten und walten wie sie wollten. Aber der Gastgeber leistete sich auch viele Fehler in der Annahme, beim Aufschlag und im Angriff. Und der Aufsteiger tat das, was er am besten kann: um jeden Ball kämpfen. So konnte sich der SSC in Durchgang eins erst nach dem 14:13 auf 18:13 entscheidend absetzen. Mira Topic, die von Erfurts Trainer als beste SSC-Spielerin ausgezeichnet wurde, verwandelte dann den zweiten Satzball zur 1:0-Führung.

Auch im zweiten Abschnitt kam die entscheidende Phase erst nach dem 10:9. Da kam dann SSC-Zuspielerin Denise Hanke an den Aufschlag. Und ihre Hammer-Aufgaben sind bekannt. Erfurt war in der Annahme total überfordert und es stand 16:9. Beim 23:14 holte Mittelblockerin Berit Kauffeldt den ersten Satzball. Aber auch hier gelang es dann erst SSC-Kapitän Julia Retzlaff den dritten erfolgreich zu verwandeln.

Im dritten Durchgang ein ähnliches Bild. Als Mira Topic die 10:7-Führung gelang, kam erneut Denise Hanke an den Aufschlag: 17:7. Da holte dann Tore Aleksandersen nacheinander Patricia Thormann, Denise Hanke und Mira Topic vom Feld und brachte dafür Maja Pachale, Marie Frick und Janine Völker. "Auch wenn ich viel gewechselt habe, dürfen wir so nicht den Faden verlieren", haderte der Trainer hinterher. Aber sein Team rettete noch ein 25:21 im dritten Satz zum letztendlich verdienten Sieg. "Wir sind zufrieden mit dem 3:0. Einige Sachen haben wir sehr gut gemacht. Teilweise haben wir uns aber auch schlecht präsentiert. Vielleicht liegt es daran, dass wir jetzt zehn Tage kein Spiel hatten und aus dem Rhythmus waren", so Aleksandersen. Sein Gegenüber aber ist sich sicher: "Schwerin ist aus meiner Sicht ein großer Favorit auf den Titel. In diesem Jahr schafft Ihr noch das ganz große Ding", so Heiko Herzberg. In seinem Team verdiente sich Maria Völker die Auszeichnung als beste Spielerin. Die Schwerinerin, die zu dieser Saison nach Erfurt gewechselt war, "war vor dem Spiel aufgeregt. Aber als ich den ersten Punkt gemacht habe, war es vorbei. Wir haben heute wieder zuviele Fehler gemacht", so die Außenangreiferin.

Nach der Partie überreichte Dieter Schulz, Chefredakteur des Zeitungsverlages Schwerin, den SSC-Volleyballerinnen noch den Pokal für die SVZ-Mannschaft des Jahres 2010. Zum vierten Mal in Folge waren die Damen erfolgreich. Diesmal ließen sie die Fußballer des FC Hansa Rostock mit sieben Stimmen mehr hinter sich.

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