zur Navigation springen
Lokales

23. November 2017 | 23:09 Uhr

Vor dem Konzert Treff mit den Puhdys

vom

svz.de von
erstellt am 20.Mär.2011 | 07:33 Uhr

Güstrow | Endlich hatte für Christine Meder und Christian Scholz sowie ihren elfjährigen Sohn Michael Sonnabend um 19.15 Uhr die Warterei auf ein Treffen mit ihren Lieblingen, den Puhdys, ein Ende. Vorbei die "schlaflosen Nächte und die zittrigen Hände", wie Christian Scholz erzählte. Mit Kai Suttner vom Management ging es Backstage - hinter die Bühne -, um die Kult-Rocker das erste Mal live und von Angesicht zu Angesicht zu sehen, mit ihnen zu sprechen und das obligatorische Foto zu schießen. SVZ hatte den Treff ermöglicht, nachdem die "Scholzens" gemailt hatten: "Wir sind alle große Puhdys-Fans. Wann immer wir die Möglichkeit haben, besuchen wir ein Konzert. Da uns unser Sohn immer viel Freude und stolz macht, wollten wir ihm mal danke sagen, mit einem Treff mit den Puhdys. Es wäre aber genauso für uns eine große Freude." Das Management erfüllte die Bitte sofort.

Hinter der Bühne dann ein ganz entspanntes Gespräch, Aufregung inklusive. Christian Scholz (48) erzählte, dass seine Liebe zu den Puhdys am 21. Dezember 1975 bei einem Konzert im Jugendklubhaus seiner Heimatgemeinde Bernsdorf begann. Da war er genauso alt wie sein Michael heute. Seitdem ist er von ihnen nicht mehr losgekommen. Bei seiner Lebensgefährtin Christine Meder war es ähnlich. Im Hause Scholz/Meder dreht sich seitdem musikalisch alles um die ostdeutsche Kult-Band. Inzwischen ist Sohn Micha längst "infiziert". Er begrüßte seine Vorbilder im Puhdys-T-Shirt. Das war nach der Begegnung mächtig aufgewertet: Alle Puhdys hatten sich per Autogramm verewigt. Nach dem Treffen war er überglücklich. Christine Meder sagte: "Ach, war das schön." Auch Christian Scholz war beeindruckt: "Es war so, wie ich mir das vorgestellt habe. Die Puhdys waren locker und cool. Ich bin happy."

Marga Richter und Tochter Bettina Treder genossen den Treff ebenso. Allerdings galt der vor allem Cousin "Maschine". Auch hier hatte SVZ die Fäden fürs Wiedersehen geknüpft. Marga und "Maschine" kramten in vielen Erinnerungen.

Dann war es Zeit für die Akustik-Tour, die in der Sport- und Kongresshalle 700 Puhdys-Fans sehen wollten. Eine Unplugged-Tour - ohne Stecker - mit akustischen Gitarren, Klavier, Keyboard, Percussions, ohne große Lichterschau als leisere Puhdys-Variante. Unterstützung gaben Conrad Oleak, Sohn des Produzenten am Klavier, und Nick Scharfschwerdt, Percussions. Wer es vorher nicht glauben wollte, trotz der leiseren Variante war das Konzert RocknRoll- und Puhdys-typisch. Allerdings waren auch Lieder zu hören, wie die "Perlenfischer" von 1979, die die Band sonst nicht spielt. In den zwei Stunden mit einem perfekten Sound zogen die seit 42 Jahren auf der Bühne stehenden Rockmusiker, die auch in Güstrow sehr oft gastierten, alle Register mit neuen und alten Liedern. Bei letzteren ging dann im zweiten Teil besonders die Post ab. "Geh zu ihr", "Wenn ein Mensch lebt", "Lebenszeit" und "Rockerrente" wurden von den Fans, die nach den ersten Songs von den Stühlen aufgestanden und vor die Bühne gegangen waren, mitgesungen. Ebenso begeistert aufgenommen wurden die Saxofon-Soli Peter Meyers, der Operettenauftritt "Quasters" und die launige Moderation von "Maschine". Das Publikum ließ die Puhdys nicht ohne Zugabe ziehen. Nach "Hey, wir wollen die Eisbären sehn" und "Das Buch" von 1984 war dann aber Schluss.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen