Güstrower Ausflugslokal für Einheimische und Touristen interessant machen : Von der Grenzburg auf den Inselsee

Hier soll einmal ein langer Steg bis auf den Inselsee hinaus führen. Spätestens 2013 will Grenzburg-Besitzer Torsten Hill damit fertig sein und so vor allem Einheimische und Touristen anlocken.Anne Schwartz
Hier soll einmal ein langer Steg bis auf den Inselsee hinaus führen. Spätestens 2013 will Grenzburg-Besitzer Torsten Hill damit fertig sein und so vor allem Einheimische und Touristen anlocken.Anne Schwartz

Die Grenzburg wieder zu dem Güstrower Ausflugslokal zu machen, das es vor 30 Jahren war, ist das Ziel von Inhaber Torsten Hill. Vor genau vier Jahren übernahm er die Traditionsgaststätte am Inselsee.

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16. Mai 2011, 08:33 Uhr

Güstrow | Die Grenzburg wieder zu dem Güstrower Ausflugslokal zu machen, das es vor 30 Jahren war, ist das Ziel von Inhaber Torsten Hill. Vor genau vier Jahren übernahmen der 42-Jährige Postangestellte und sein Lebensgefährtin Jutta Prien die Traditionsgaststätte am Inselsee. In und am 1723 errichteten Haus ist seither viel passiert: So verfügt die Grenzburg neben dem täglichen Gaststättenbetrieb über sechs Pensionszimmer mit zwölf Betten und einen Biergarten. Mit dem 1. Juni erhält Hill darüber hinaus den Status als offizieller Campingplatz. Damit will Hill zusätzlich Touristen anlocken.

"In der nächsten Saison planen wir dafür ein Toiletten- und Duschhaus zu errichten, damit auch ein mehrtägiger Aufenthalt auf unserem Gelände möglich ist", betont der 42-Jährige. Den Einwand einiger, damit bewusst in Konkurrenz zur angrenzenden Jugendherberge treten zu wollen, wiegelt er ab: "Das Gegenteil ist der Fall. Wir ergänzen uns und profitieren von der guten Zusammenarbeit."

Mit einem weiteren Projekt will Hill an alte Traditionen anknüpfen. Wenn im nächsten Jahr der Inselseekutter seinen regelmäßigen Betrieb wieder aufnimmt, soll er auch an der Grenzburg anlegen können. Zuletzt hatte hier Mitte der 1970er-Jahre die "Frauenlob", die heute auf dem Krakower See fährt, Halt gemacht. Nun möchte Hill mit dabei sein, wenn diese Tradition auf dem Inselsee fortgeführt wird. Im Herbst sollen der Weg befestigt und alle zusätzlichen Voraussetzungen wie etwa die Absicherung des Pfades mit einem weiteren Holzsteg geschaffen werden. " Dann haben wir unsere Hausaufgaben erledigt und müssen auf die endgültige Bewilligung des Umweltamtes warten", sagt Hill. Danach werde ein 80 Meter langer Schwimmsteg mit Anlegestelle errichtet. Auf etwa 80 000 Euro beziffert der Gastronom die Baukosten - eine enorme Summe. Ein Drittel davon, so hofft Hill, soll aus Fördermitteln finanziert werden, den Rest muss er aus eigener Tasche beisteuern. "Der direkte Anschluss zum Wasser könnte Einheimische und Touristen anlocken, die dann natürlich auch ihr eigenes Boot mitbringen können", hofft der Güstrower. Auch Sportler oder Radfahrer und Spaziergänger seien als Tagestouristen willkommen.

Zum Gesamtpaket der Grenzburg gehört darüber hinaus auch ein stetig wachsender Streichelzoo mit Ziegen, Schafen, Kaninchen, Wachteln und Schildkröten. Außerdem in Planung: ein großer Teich zum Forellenangeln.

So ist es eben jenes Gesamtkonzept, auf das die beiden Inhaber mit ihren sieben Angestellten, die sich auf die Grenzburg und die Bowlingbahn in Mühl Rosin verteilen, setzen. "Der Rahmen muss einfach stimmen", sagt Hill sicher. Dann käme man Schritt für Schritt voran ohne sich zu übernehmen. So wurde nun auch eine zusätzliche Bühne errichtet, die in Kürze eingeweiht wird. Hier sollen die Gäste vor allem in den Sommermonaten musikalisch unterhalten werden. Zum neuen Ausbildungsjahr wollen der 42-Jährige und seine Lebensgefährtin zudem zwei Lehrlinge ausbilden. "Wir sind definitiv auf dem richtigen Weg, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt", betont Hill.


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