Von Amsterdam über Alice bis Jugendliebe

<strong>Olaf Berger </strong> 'geht seinen Weg' - auch auf der Ölmühl-Bühne <foto>L. Reinhold</foto>
Olaf Berger "geht seinen Weg" - auch auf der Ölmühl-Bühne L. Reinhold

svz.de von
25. Juli 2010, 05:34 Uhr

Wittenberge | Schlager - angeblich hört sie keiner, und trotzdem kennen alle die Texte. All jene Inkognito-Schlagerfans, die endlich ihr Comingout hinter sich bringen wollten, hatten zur ersten Schlagernacht am Samstag auf der alten Wittenberger Ölmühle beste Gelegenheit dazu.

Vier Stunden lang gehörte die Bühne vor den alten Speichergebäuden ganz der deutschen Musik. Vier Künstler hatten die Organisatoren verpflichtet, und neben zwei großen Namen stand ein ganz großer auf dem Programm: Ute Freudenberg.

Zuerst enterten jedoch die beiden Musikerinnen Cora und Swetlana Freifrau von dem Bottlen berg - bekannt unter ihrem Künstlernamen Cora - die Bühne und stimmten das Publikum mit ihren eingängigen Melodien auf den Abend ein. Natürlich durfte auch "Amsterdam" nicht fehlen, der Hit, mit dem die beiden einst den Durchbruch schafften.

"Ich gehe meinen Weg" hieß es bei Olaf Berger, der natürlich direkt an die Tür von "Alice" führte, aber wer verdammt war nochmal Alice?

Im Programm folgte Banana Mama, deren optische Vorzüge den Blicken der männlichen Zuschauer zufolge ihren musikalischen in nichts nachstanden und die mit karibischen Rhythmen südländisches Feeling in den von kühlem Wind durchzogenen Ölmühlhof brachten.

Und dann stand sie plötzlich auf der Bühne: Die echte Ute Freudenberg. Mit ihrer unglaublichen Energie ließ sie schon beim ersten Titel, "Ich hab noch lange nicht genug", alles verblassen, was in den zwei Stunden zuvor auf den Brettern, die die Welt bedeuten, passiert war. "Ich will noch 20 oder 30 Jahre auf der Bühne stehen" versprach sie ihren Fans, die sich mit einem gänsehautverdächtigen Chorgesang beim Evergreen "Jugendliebe" bedankten.

Sogar ihrer englischsprachigen Kollegin Tina Turner erwies die sympathische Sängerin aus Weimar ihren Respekt und rockte deren Song "Simply the Best" als wäre es ihr eigener. Über "Ein Tag wie heut", "Komm wir fahrn ans Meer" und "Vielleicht im nächsten Leben" kam sie doch noch einmal zur "Jugendliebe", und wieder gab es Gänsehaut im Schein der Wunderkerzen.


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