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Lokales

17. Oktober 2017 | 17:21 Uhr

Vom Hotelier zum Autoverkäufer

vom

svz.de von
erstellt am 26.Apr.2011 | 07:11 Uhr

Wittenberge/Berlin | Für eine Nacht im Dezember war Manfred Prietzel kein Hotelier. Er verwandelt sich für einen Kurzfilm vor Kamera und Mikrofon in den Autoverkäufer Erwin, der eine Versteigerung der besonderen Art anzukündigen hat. Am 4. Mai strahlt der rbb diesen film, in dem auch noch eine ganze Reihe weiterer Wittenberger als Gäste auf einem Volksfest mitwirkten, ab 23.40 Uhr aus.

Studenten der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg drehten den 30-minütigen Film, eine dramatische Familiengeschichte. Der rbb beförderte das Projekt, weil Studentin Ulrike Vahl mit vorangegangenen Arbeiten Lorbeeren eingeheimst hat. Ulrike Vahl ist auch die Frau, die sich jetzt ganz herzlich bei Manfred Prietzel bedankt. Gestern sagte die junge Frau dem "Prignitzer": Herr Pritzel ist ein Naturtalent. Er bewegt sich mit großer Natürlichkeit vor der Kamera und ist beim Sprechen überhaupt nicht gehemmt. Das findet man selten."

Manfred Prietzel hat sich in der vergangenen Woche auf der Leinwand erlebt. Er war mit seiner Frau Gast bei der Premiere im Berliner Kino International. "Es ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn man sich so sieht: Toll und irgendwie auch unwirklich", sagt Prietzel. Dass er zur Premiere eingeladen war (der "Prignitzer" berichtete bereits kurz), hat ihn mächtig gefreut. "Wir freuen uns, wenn wir auf diese Art und Weise etwas zurück geben können", sagt die Regisseurin, hebt hervor, dass sie als Studenten sehr auf die Unterstützung von Leuten angewiesen sind. Deshalb auch ihr Dank an all jene, die viele Stunden in der klirrend-kalten Nacht dabei blieben. Vor allem Mitglieder des ESV waren es, die der Bitte der Nachwuchsfilmleute gefolgt waren und tapfer zur Stange hielten, während Cola und Käsewüfel zu Eis gefroren.

Manfred Pritzel hatte mehr als eine Statistenrolle. Er war quasi als Edelcomparse im Einsatz. Den Versteigerungstext hat er selbst formuliert - sehr zum Gefallen der Filmleute. Und dann war da noch die Szenen mit Heike (Anna Stieblich), der er sagen musste: "Du wolltest doch Deinen Mann mitbringen." Als Manfred Prietzel das jetzt auf der Leinwand sah, ist er mit dem Ergebnis zufrieden, sagt: "Es ist doch gut, dass wir die Szene ein paar Mal gespielt haben." Prietzel ist durch einen puren Zufall zu Erwin geworden. Der eigentliche Erwin war ausgefallen. "Wir saßen beim Frühstück, haben gesehen wie Herr Prietzel sich bewegt, wie er spricht. Da habe ich gewusst: Das ist unser Autoverkäufer", erinnert sich Ulrike Vahl. Ganz fremd sind Manfred Prietzel Auftritte nicht. Er hat, als er noch im Raw arbeitete, über viele Jahre Kabarett gespielt. Das war gemeinsam mit Heinz Behn und hat richtig Freude gemacht."

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