Hansa: Keine Wettbewerbsverzerrung : Vollmann: "Anrufe sind zwecklos"

Peter Vollmann vor dem Saison-Abschlussspiel: 'Wir werden keine großen personellen Experimente eingehen.' Scharnweber
Peter Vollmann vor dem Saison-Abschlussspiel: "Wir werden keine großen personellen Experimente eingehen." Scharnweber

Auf den Rängen der wahrscheinlich ausverkauften Arena dürfte morgen eine ausgelassene Feierstimmung herrschen. Auf dem Rasen hingegen geht es gegen den abstiegsbedrohten Rot Weiss Ahlen noch einmal richtig zur Sache.

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13. Mai 2011, 12:05 Uhr

Rostock | "Viele Entscheidungen in diesem Club sind wacklig. Die meisten Spieler sind auf dem Sprung, viele wollen sich noch einmal zeigen und einen guten Abgang hinlegen oder sich für andere Vereine anbieten. Wir schauen natürlich auch auf einen oder zwei. Daher erwarte ich ein Team, das 150 Prozent geben wird und sich sicherlich auch freut, sollte es den Klassenerhalt schaffen", sagte Hansa-Trainer Peter Vollmann vor dem Duell seiner "Aufsteiger" mit dem abstiegsbedrohten Rot Weiss Ahlen am 38. und letzten Spieltag der 3. Fußball-Liga.

Die Blicke des Fußball-Lehrers könnten sich speziell auf Marcel Busch (Abwehr/Mittelfeld) und Nils-Ole Book (Mittelfeld) konzentrieren. "Sicherlich haben wir schon unsere Eindrücke gesammelt. Doch natürlich ist es auch unsere Pflicht, uns Spieler anzuschauen, die vielleicht bald vertragslos werden. Da ist es eine schöne Möglichkeit, wenn man das sogar im eigenen Stadion kann. Ich denke, dass in jeder Mannschaft ein, zwei dabei sind, die über eine besondere Qualität verfügen und über der des Teams stehen", erklärte Rostocks Coach.

Auf den Rängen der wahrscheinlich ausverkauften Arena dürfte morgen eine ausgelassene Feierstimmung herrschen. Auf dem Rasen hingegen geht es noch einmal richtig zur Sache. Auf Gastgeschenke im Kampf gegen den Abstieg können sich die Nordrhein-Westfalen morgen ab 13.30 Uhr jedenfalls nicht einstellen. Peter Vollmann wird die bestmögliche Elf auf den Platz schicken. Er möchte sich damit vor allem keine Wettbewerbsverzerrung nachsagen lassen. "Anrufe sind zwecklos. Wir werden keine großen personellen Experimente eingehen", so der Fußball-Lehrer.

Denn die Ahlener Konkurrenz von Werder Bremen II (zu Hause gegen Wehen Wiesbaden) und Wacker Burghausen (im Duell mit Saarbrücken) wird genau auf die Begegnung an der Ostsee schauen.

Auch Abschiedsgeschenke für Kicker, die den Verein verlassen müssen, schloss Vollmann bei seinen Überlegungen mit ein: "Wir werden es vom Spielverlauf abhängig machen und sehen, auf welcher Position es möglich ist."

Nach dem morgigen Abpfiff und den anschließenden Feierlichkeiten ist aber noch nicht Schluss. Am Mittwoch um 18 Uhr müssen die Rostocker noch einmal im Landespokal ran, wollen in Wismar gegen den gastgebenden Oberligisten FC Anker den Cup holen. "Wir werden uns dann am Donnerstag noch einmal treffen. Dort gibt es ein Abschlussgespräch, und danach geht es in den Urlaub", verrät Peter Vollmann, der den "Spielern aber Hausaufgaben mitgibt. Jeder bekommt eine Pulsuhr, damit er etwas früher anfangen kann und nicht erst am 13. Juni".

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