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Lokales

18. November 2017 | 02:11 Uhr

Volkssolidarität will neues Image

vom

svz.de von
erstellt am 03.Okt.2010 | 06:48 Uhr

Ludwigslust | Die Volkssolidarität in Mecklenburg-Vorpommern sucht angesichts des steigenden Durchschnittsalters ihrer Mitglieder und nach dem Immobilienskandal in zwei Kreisverbänden ein neues, moderneres Image. Ein großer Teil der rund 50 000 Mitglieder im Land sei im Rentenalter, mehr als die Hälfte der Ehrenamtlichen älter als 50. "Wir müssen mehr junge Leute ansprechen", sagte die neue Landesvorsitzende, Ludwigslusts Stadtkämmerin Petra Billerbeck, am Wochenende. Wie das geschehen soll, stehe noch nicht fest. Denkbar seien beispielsweise Plakataktionen und Broschüren, auch wenn dies teuer sei. Die Volkssolidarität war der Sozialverband schlechthin in der DDR und sie ist auch heute noch ein Schwergewicht unter den Wohlfahrtsverbänden in den neuen Ländern. In Mecklenburg-Vorpommern betreibt die Volkssolidarität unter anderem Kindertagesstätten, Altenheime und Begegnungsstätten. Sie zählt landesweit rund 2500 hauptamtliche Mitarbeiter.

Der Immobilienskandal um zwei geplatzte Fonds der Volkssolidarität-Kreisverbände Bad Doberan/Rostock-Land und Mecklenburg-Mitte habe dem Ansehen der Volkssolidarität insgesamt geschadet, stellte Billerbeck fest. Sie versprach den Opfern "korrekte Aufklärung". Sie sehe auch eine Mitverantwortung des Landesverbandes, sagte sie, betonte aber zugleich, dass die Kreisverbände juristisch unabhängig seien und auch agierten. Ob die Opfer auf eine Entschädigung durch den Verband hoffen können, ließ Billerbeck offen. Sie wolle zunächst mit dem Rechtsanwalt der Volkssolidarität sprechen.

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