Demener kochen Mittagessen aus regionalen Produkten : Vitalmenüs auf Speiseplan

Sigrid Radlowsky bereitet das Kartoffelpüree zu.  In Demen kommt jetzt ein Produkt aus dem Land zum Einsatz - aus Hagenow.Werner Mett (2)
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Sigrid Radlowsky bereitet das Kartoffelpüree zu. In Demen kommt jetzt ein Produkt aus dem Land zum Einsatz - aus Hagenow.Werner Mett (2)

In diesem Monat werden bei der Firma UWM Kulinaria in Demen insgesamt 22 Gerichte, die in den zurückliegenden zwei Jahren kreiert und getestet wurden, gekocht und frisch zubereitet an 43 Schulen im Land geliefert.

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06. Mai 2011, 10:20 Uhr

Das Projekt Vitalmenü ist auf der Zielgeraden: In diesem Monat werden bei der Firma UWM Kulinaria in Demen insgesamt 22 Gerichte, die in den zurückliegenden zwei Jahren kreiert und getestet wurden, gekocht und frisch zubereitet an 43 Schulen im Land geliefert. Denn im Mai steht neben den fünf "normalen" Gerichten täglich ein Vitalmenü auf den Speiseplänen für Schulen und Firmen. Gestern waren das die Pommerschen Hackbällchen mit Karottenraspeln und Kartoffeln.

"Das ist die erste große Testphase für die Vitalmenüs", berichtet UWM-Geschäftsführer Wolfgang Höfer. "Eine zweite folgt im September." Nach gründlicher Auswertung, inklusive Befragung der Schüler, wird dann entschieden, welche Vitalmenüs dauerhaft auf den Speiseplan kommen. Dass das passiert, davon ist Höfer überzeugt. Und das geschieht nicht nur in der Demener Großküche. Denn Vitalmenü ist keine UWM-Ak tion, sondern ein landesweites Projekt unter Federführung des Vereins Agrarmarketing MV (AMV). Ziel dabei ist es, ein gesundes und preiswertes Mittagessen für Schüler anzubieten, zum größten Teil hergestellt aus regionalen Produkten. Schon seit gut zwei Jahren läuft das Projekt. Landwirte und Hersteller von Nahrungsmitteln aus MV sind dabei. Severiner Geflügelprodukte, Tutower Senf und Kartoffelpüree aus Hagenow finden sich nicht nur auf den Tellern, sondern auch in den Namen der neuen Gerichte wieder. "Übrigens wird bei den Vitalmenüs ausschließlich frisches Gemüse verwendet", ergänzt Wolfgang Höfer. Das liefert der Kartoffel- und Gemüseservice aus Plate.

Höfer ist überzeugt, dass die laufende erste Testphase ein Erfolg wird. Denn zehn Prozent der Kunden haben sich für ein Vitalmenü entschieden. Wichtig war den Initiatoren dabei auch, dass der Preis stimmt. Bei den jetzt angebotenen 22 Gerichten schwankt dieser zwischen 2,20 (Crivitzer Möhrensüppchen) und 3,30 Euro (Wels-Gemüse-Topf) - damit liegt er im bisherigen Niveau.

Insgesamt werden in Demen täglich um die 6000 Mittagessen gekocht. Das Projekt Vitalmenü läuft derzeit aber nur an Schulen und in Betrieben - (noch) nicht in Kindergärten. Und bislang ist UWM Demen die einzige Küche, in der die Menüs zubereitet werden. "Das bleibt aber nicht so", betont Höfer. Denn am Ende des Projektes soll ein Kochbuch mit den Rezepten und Kontaktdaten der Zuliefererbetriebe aller erfolgreich getesteten Vitalmenüs vorgelegt werden. "Essenversorger aus ganz MV sind dann aufgefordert, den Speiseplan damit zu ergänzen", sagt AMV-Geschäftsführerin Jarste Weuffen.

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