Virus-Alarm an Güstrows Schulen

Wer krank in die Schule geht, steckt schlimmstenfalls andere Kinder an. Foto: DAK/dpa
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Wer krank in die Schule geht, steckt schlimmstenfalls andere Kinder an. Foto: DAK/dpa

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01. Februar 2011, 06:04 Uhr

Güstrow | Grippale Infekte und Magen-Darm-Viren haben die Schüler im Landkreis Güstrow fest im Griff und lassen die Klassenstärken teilweise erheblich abschmelzen. "Saisonal bedingt verzeichnen wir gerade einen Anstieg von Durchfallerkrankungen und Erkältungskrankheiten", sagt Kristin von der Oelsnitz, Leiterin des Gesundheitsamtes im Landkreis Güstrow. Besonders betroffen sind Grundschüler. An einigen Schulen mussten aufgrund der zahlreichen Krankmeldungen bereits Klassen zusammengelegt werden.

Besonders hart hat es die Grundschule "Fritz Reuter" in Güstrow getroffen. "Aktuell sind bis zu 40 Kinder krank gemeldet", informiert Schulsekretärin Iris Schmeling. Auch Lehrer seien krank. "Es hat uns doll erwischt." Jeden Morgen nimmt sie die Krankmeldungen für die Schüler von den Eltern telefonisch entgegen. "Das Telefon steht kaum noch still." Bereits seit vergangener Woche verzeichnet die Reuterschule einen hohen Krankenstand. Allein am Freitag fehlten 43 Kinder. Klassen mussten schon zusammengelegt werden.

Auch andere Schulen sind betroffen. So fehlen allein in der 6. Klasse der Güstrower Wossidloschule aktuell elf Schüler. Erkältungskrankheiten und Magen-Darm-Infekte macht Schulleiterin Sabine Jahnke dafür verantwortlich. Trotz des erhöhten Krankenstandes mussten aber noch keine Klassen zusammengelegt werden, sagt sie. Ebenso ist es an der Güs trower Hasenwaldschule. Schulleiterin Monika Kresse hofft, dass der Krankenstand nicht weiter steigt und dass die kommenden Winterferien eine Entspannung bringen. In der Güstrower Inselseeschule fehlen gerade 30 Grundschüler. "Viele Eltern melden ihre Kinder ab", sagt Schulleiterin Gerlind Sell. "Dennoch können wir mit der Situation noch gut umgehen. Es ist noch nicht beunruhigend", so Gerlind Sell.

"Üble Viren grassieren gerade", muss auch Karsten Hill, Schulleiter in Zehna, feststellen. Bis zu 25 Schüler haben sich hier vom Unterricht abgemeldet. "Das zieht sich schon seit einer Woche hin", so Hill. Er kritisiert, dass viele Eltern ihre Kinder schon nach drei Tagen wieder in die Schule schicken und diese Kinder dann die anderen anstecken.

"Kranke Kinder gehören nach Hause und ins Bett und nicht in die Schule. Auch um die Ansteckungsgefahr für die gesunden Kinder zu vermindern", sagt Kristin von der Oelsnitz. Viele hätten gerade mit Fieber, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Durchfall zu kämpfen. "Im Sinne der Kinder sollte man sie auf jeden Fall aus der Schule nehmen." Gerade in Schulen sei die Ansteckungsgefahr sehr groß. "Deshalb bin ich froh, dass die Ferien vor der Tür stehen", sagt Kristin von der Oelsnitz. Allerdings sieht sie bereits eine nächste Gefahr: "Im Februar rollt die Grippewelle auf uns zu."

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