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Lokales

17. Dezember 2017 | 08:49 Uhr

Viking-Cruiser vor dem Baustart

vom

svz.de von
erstellt am 14.Sep.2010 | 08:16 Uhr

Rostock | Auf der Neptun Werft entsteht mit "Arosa Brava" ein weiterer Flusskreuzer für die Arosa Flussschifffahrt GmbH. Er wird neben "Arosa Aqua" und "Viva" der dritte Neubau für das Fahrtgebiet Rhein/Main/Mosel und ist insgesamt das neunte Schiff für die Rostocker Reederei. Ende Juni war die Kiellegung, inzwischen sind weitere Sektionen und Blöcke miteinander verschweißt worden, nimmt der Cruiser auf 135 Metern Länge und 11,40 Metern Breite Gestalt an. Im Frühjahr 2011 soll er fertiggestellt sein. Am gemeinsamen Stand von Meyer- und Neptun-Werft auf der Schiffbaumesse SMM 2010 in Hamburg wurde vorige Woche auch die "Viking Prestige" vorgestellt. Dieser Neubau ist für die Viking River Cruises in Köln bestimmt und von der Auslegung ähnlich groß wie die Arosa-Schiffe. "Viking Prestige" bietet 188 Passagieren in 97 Außenkabinen Platz und erhält einen diesel-elektrischen Antrieb.

Im Oktober soll der Bau beginnen, Mitte November ist die Kiellegung und für Juni 2011 die Übergabe vorgesehen, so Werftchef Manfred Müller-Fahrenholz. Neben den Flusskreuzfahrtschiffen bestimmt bei Neptun der Sektionsbau für die Meyer Werft die Szenerie. Gegenwärtig ist eine riesige Sektion aus der Halle der Werft gewachsen. Sie ist für die Royal Caribbean International (RCI) bestimmt. Die enge Partnerschaft mit der Papenburger Schwester veranschaulichte auch der Bau von acht Tankern, der mit der "Gaschem Antarctic" im Juli abgeschlossen wurde. Die 430 Neptunwerker, so Müller-Fahrenholz, haben gut zu tun. Mit insgesamt 80 Lehrlingen wird in diesem Betrieb auch für den fachlichen Nachwuchs gesorgt. 14 Neue, plus drei für die Tamsen Werft in Gehlsdorf, begannen hier im September ihre Ausbildung.

Am Stand von Nordic Yards stand die Fertigstellung der Stena-Fähren im Blickfeld. Den hier angesteuerten Spezialschiffbau veranschaulichte zudem ein eisbrechender Tanker, für den in Warnemünde der Rohrleitungsbau erfolgt und der knapp hundert Leute beschäftigt, wie Sprecherin Christine Ilic sagt. Für die Offshore-Konverterstation laufen gegenwärtig die Planungen, im Frühjahr dürfte der Bau beginnen.

Ganz gut durch die Krise hat sich SER Schiffselektronik Rostock manövriert. Das Unternehmen rüstete Kreuzfahrtriesen wie "Oasis of the seas", die Aida-Schiffe oder Patroullienboote der mexikanischen Marine aus. Die Brückenpulte, elektronischen Steuerungen und Propulsionssysteme sind international gefragt. So konnte der Betrieb seinen Mitarbeiterstamm von 40 Beschäftigten halten, erklärt Firmenchef Dr. Klaus Michelsen (66). Sein Sohn Harald Michelsen (30), der zunächst im Service internationale Erfahrungen sammelte, unterstützt ihn in der Geschäftsführung des inzwischen reinen Familienunternehmens. Seit 1992 ist SER bei der Schiffbaumesse in Hamburg präsent, pflegt so die Kontakte zu Kunden und Lieferanten.

Traditionell ist bei der SMM auch der Verband der Schiffsingenieure als Anlaufpunkt für seine Mitglieder und Industriepartner von MAN bis Caterpillar vertreten. In den Ortsvereinen Rostock, Hamburg, Bremen, Bremerhaven und Flensburg sind insgesamt 1030 Schiffstechniker organisiert.

Gleich zweimal war die ADCO Technik aus Broderstorf präsent. Sowohl bei der Yachtwerft Dresden als auch am Gemeinschaftsstand von Rostock Business, an dem sich auch die GehlsdorferTamsen-Werft vorstellte, machte sie mit ihren Spezialverglasungen bekannt.

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