Vierlinge werden langsam flügge

<strong>Auf dem Storchenhorst</strong> in Blüthen ist eine kräftige Viererbrut herangewachsen. <foto>Manfred Drössler</foto>
Auf dem Storchenhorst in Blüthen ist eine kräftige Viererbrut herangewachsen. Manfred Drössler

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27. Juli 2010, 07:25 Uhr

Blüthen | Sie sind flügge geworden, die vier Jungstörche von Blüthen. Seit etwas mehr als einer Woche gehen sie selbst auf Futtersuche und landen auf den nahe gelegenen Wiesen- und Weidenflächen des Dorfes. Achim Wegt sieht es mit Freuden, legte er doch vor rund acht Jahren gewissermaßen den Grundstein für den jetzigen Bruterfolg: Auf einem nicht mehr benötigten hohen Schornstein einer einstigen Schwerkraftheizung verankerte er das Rad eines alten Ackerwagens und befestigte darauf etwas Reisig. Nach drei Jahren siedelten sich die ersten Störche an, doch vergingen weitere zwei, drei Jahre, bis sich erster Nachwuchs einstellte.

"2009 brütete das Paar erstmals zwei Junge aus und zog sie groß. Jetzt sind es vier", erzählt der Landwirt. "Das Storchenmännchen kam am 1. April, das Weibchen eine Woche später, doch war es zwischendurch immer wieder mal weg. Scheinbar war das Nest noch nicht gut genug", mutmaßt Achim Wegt. Doch dann schien die Storchenfrau zufrieden, es kam zur Paarung - und zu der überaus erfolgreichen. "Vor 18 Jahren gab es letztmalig in Blüthen auf einem anderem Gehöft ein Storchennest, seitdem nicht mehr", erzählt der Landwirt.

Dass Adebar seit mehreren Jahren wieder in Blüthen zu Hause sei, strahle auch positiv auf den Ort aus, so der 60-Jährige schmunzelnd und hat schnell rund 15 Kinder aufgezählt, die in den vergangenen acht Jahren zur Welt kamen. Und auch er profitiere vom Storchenhorst, so Wegt weiter. "Das Nest befindet sich auf meinem Pferdestall, und unter dessen Dach sind in den vergangenen Jahren gute Fohlen geboren, darunter Levistus, der heute als zur Zucht zugelassener Hengst in Viesecke bei Thomas Kann steht und auch sehr erfolgreich im Springsport ist", betont Wegt nicht ohne Stolz. Auch wachse bei ihm in Blüthen guter Nachwuchs von Livistus heran, wie ein zweijähriges Hengstfohlen, das beste Chancen auf Körung habe.

Beste Chancen, Ende August die weite Reise in den Süden zu meistern, räumt Wegt auch "seinem" Storchennachwuchs ein. "Er ist früh geschlüpft und prächtig herangewachsen."

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