Vier von elf Genusspunkten rechts der Elbe

Kathrin und Günter Jacobs mit ihrem Landhaus Elbwiesen machen mit. mani
Kathrin und Günter Jacobs mit ihrem Landhaus Elbwiesen machen mit. mani

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08. Juli 2010, 01:57 Uhr

Neuhaus | Unter dem Motto "Gedankenweit" findet im Herbst die zweite Auflage des "Elbgenusses" statt: Vom 24. September bis zum 3. Oktober locken die GenussPunkte beiderseits der Elbe mit einem bunten kulinarischen und künstlerischen Programm. Dazu ist der regionale Genuss- und Erlebnisführer "Lockbuch 2010/11" bereits erschienen. Er liefert einen Überblick über alle Veranstaltungen mit Zeit und Ort von Lauenburg bis Wahrenberg.

So bietet beispielsweise Walmsburg mit einer Krimi-Nacht, Kunst, Musik und einer Ausstellung über das Landleben früher eine große Bandbreite an Erlebnismöglichkeiten. Einige Veranstaltungen haben in diesem Jubiläumsjahr der Grenzöffnung die hautnahen Grenzerfahrungen in der Region zum Thema. Das Landhaus Elbufer in Gülstorf lädt etwa unter dem Titel "Geld, das brennt" zu neudeutschen Ritualen zum 3. Oktober mit Baruch Gottlieb ein. Auf gut 140 Seiten sind darüber hinaus Vorschläge für Fahrradtouren und Texte über Themen versammelt, die eng mit dieser Gegend verbunden sind und den Machern am Herzen liegen. Neben der grandiosen Natur beiderseits der Elbe und ihrer Wahrnehmung gehören dazu auch die Möglichkeiten für Rollstuhlfahrer, sich selbstständig in der hiesigen "Wildnis" zu bewegen. Ein Stichwortverzeichnis mit barrierefreien Ausflugs- und Übernachtungsmöglichkeiten sowie einer entsprechenden Karte rundet dieses Thema ab. Darüber hinaus geht es aber auch um Anliegen wie die Bio-Energieversorgung am Beispiel des Dorfes Breese in der Marsch und die Zertifizierung von Bio-Lebensmitteln. Damit weist das "Lockbuch" auch über den begrenzten Veranstaltungszeitraum im Herbst hinaus und wird zu einer Inspirations- und Informationsquelle für Ausflüge rund um das Jahr.

"Wir wollen zeigen, dass die Kleinteiligkeit der Region ein Vorteil ist", erläutert Barbara Kenner das Ziel. Sie ist die zweite Vorsitzende des Vereins elbwärts, der den "Elbgenuss" ins Leben gerufen hat. "So gibt es zum Beispiel in den vielen kleinen gastronomischen Betrieben ganz andere Möglichkeiten, die Gäste sehr persönlich zu betreuen, als in größeren Häusern."

Auch für die Künstler, die sich hier angesiedelt haben, spielen das persönliche Verhältnis zum Publikum und die Ruhe der Region eine wichtige Rolle. Die Besucher im letzten Jahr wussten diese Qualitäten zu schätzen: "Viele Gäste waren sehr kunstinteressiert, haben Zeit mitgebracht und sich intensiv mit dem auseinander gesetzt, was sie hier vorgefunden haben", berichtet Barbara Kenner.

Von bleibendem Wert für die Akteure in der Region sind die vielen Kontakte über die Elbe hinweg, die durch den "Elbgenuss" geknüpft worden sind. Damit entstand eine Basis, auf der die Vernetzung von Kultur und Tourismus, von Gastronomie und Lieferanten in der Region über alte Grenzen hinweg wachsen kann.

Dieses Jahr sind elf Genusspunkte im Lüneburger Raum, die sich am Elbgenuss beteiligen: in Vogelsang: Eisen-Gestalten, Bleckede: Café ZeitTraum, Alt Garge: Hostel Plan 1, Walmsburg: Café Michelshof und Dorfplatz, in Harmstorf: Café Himmelhoch, in Moislingen: Wasseransichten, in Bitter-Herrenhof: Netzwerk für kreativen Anachronismus, in Privelack: Café Hof 4, in Neuhaus: Das Café Quilt (Eröffnung im Sommer), in Gülstorf: Das Landhaus Elbufer und in Krusendorf: Das Landhaus Elbwiesen. Weitere Info: www.elbgenuss2010.de.

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