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Lokales

21. November 2017 | 07:07 Uhr

Vier Cruiser auf einen Streich

vom

svz.de von
erstellt am 07.Jun.2010 | 09:15 Uhr

Warnemünde | Rund 5000 Passagiere aus aller Welt sowie etwa 2000 Besatzungsmitglieder von vier Kreuzfahrtschiffen sind gestern im Seebad zu Gast gewesen - rund 1500 mehr Menschen, als Warnemünde überhaupt Einwohner hat. Trotz des Regens machten sich viele Schaulustige auf den Weg zum Neuen Strom, um die vier Luxusliner zu bestaunen und um an der abendlichen Port-Party teilzunehmen.

Für die Mitarbeiter des Kreuzfahrtterminals war der Anlauf von vier Cruisern in den Morgenstunden eine kleine Herausforderung. Zumal mit der 181 Meter langen "Azamara Journey" und dem Segler "Sea Cloud II" unverhoffter Weise gegen 7 Uhr zeitgleich zwei Kreuzliner ihre deutlich auseinander liegenden Plätze ansteuerten. Für die Festmacher hieß das, zwischen Neuem Strom und Werftbecken im Laufschritt zu verkehren, um die Leinen der Schiffe an Land zu nehmen. "Für uns war der Anlauf von vier Kreuzlinern hintereinander weg eine Premiere. Dennoch hat alles recht gut geklappt. Eine vernünftige Absprache ist bei solch einem Ereignis besonders wichtig", sagt Jörg Springstubbe.

Der Leiter des Kreuzfahrtterminals Warnemünde dankt auch dem Fährunternehmen Scandlines. Dieses ermöglichte im Bereich des Neuen Stroms die Öffnung des Sicherheitszaunes und den Aufbau eines Zeltes auf seinem Gelände, in dem die Passagiere beim Landgang abgefertigt werden konnten. Da auch die Reisebusse dort ihren Standort hatten, wurden den Gästen lange Wege erspart. "Da gibt es ein gutes Miteinander im Interesse der Schiffsreisenden", lobt Springstubbe. Am gestrigen Abend war von der Anspannung nichts mehr zu spüren. "Alles hat gut geklappt. Zumal drei der Schiffe nacheinander in größeren Abständen Warnemünde verlassen haben. Die ,Sea Cloud II löste gegen 18 Uhr die Leinen, die ,Grand Mistral nahm um 21 Uhr Abschied, die ,Norwegian Sun eine Stunde später. Und die ,Azamar Journey bleibt bis Dienstag", zeigt sich Springstubbe zufrieden mit dem Tag.

Auch Christian Hardt, Leiter Kreuzschifffahrt bei der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock, kann die Port-Party mit Schlepperballett, Musik und Feuerwerk nach einem interessanten Tag entspannt verfolgen. "Wir freuen uns auf die Zeit, wo die Reisebusse nicht mehr am Bahnübergang stoppen müssen, sondern über den neuen Verkehrsverknüpfungspunkt unser Kreuzfahrtterminal direkt und unkompliziert erreichen. Die Verwirklichung des Vorhabens ist absehbar", zeigt sich Hardt optimistisch.

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