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Lokales

25. November 2017 | 05:17 Uhr

Vier Automaten sind gesprengt

vom

svz.de von
erstellt am 18.Feb.2013 | 10:09 Uhr

Prignitz | Wer in diesen Tagen eine Bahnfahrkarte am Automaten lösen möchte, hat Pech. Fast alle sind in der Prignitz kaputt. Zerstört durch unbekannte Täter, die scheinbar ziellos die Automaten sprengen. Die Bahn bemühe sich schnellstmöglich um Ersatz.

Der jüngste Fall ereignete sich am Wochenende in Perleberg. Der Sprengversuch misslang laut Polizei, aber dennoch entstand ein Sachschaden von rund 20 000 Euro. An das Geld in dem Automaten seien die Täter nicht herangekommen. Zerstört sind bereits die Automaten in Bad Wilsnack, in Glöwen und einer auch in Wittenberge. Im benachbarten Sachsen-Anhalt habe es ebenfalls solche Vorfälle in den vergangenen Wochen gegeben.

Es sei aber kein bundesweites Thema, so gestern der Bahn-Pressesprecher. "Es gibt immer wieder mal regionale Schwerpunkte so wie jetzt in der Prignitz, aber dann ist auch mal wieder lange Zeit Ruhe", sagte Holger Auferkamp. Dennoch sei der Sachschaden für das Unternehmen enorm. Ein Automat koste rund 25 000 Euro. Hinzu kommen die organisatorischen Schwierigkeiten.

Zeitnah lasse sich kein Automat ersetzen, die Bahn habe schließlich solche Technik nicht auf Vorrat. Es sei auch noch keiner in der Prignitz ersetzt worden. Fahrgäste müssten ihre Karten im Zug erwerben. "Das ist selbstverständlich möglich und wir erheben auch keine Strafgebühr", so Auferkamp.

Allerdings müssten sich die Fahrgäste gleich nach dem Einstieg beim Zugbegleiter melden. Diese seien in der Regel darüber informiert, wenn auf Bahnhöfen Fahrscheinautomaten außer Betrieb seien.

Die Erfolgsquote der Täter sei gering. Nur selten gelinge es ihnen, an die Geldkassette des Automaten heranzukommen, erklärt der Pressesprecher. In Bad Wilsnack ist es ihnen jedoch gelungen. Dort wurde der Fahrkartenautomat dermaßen deformiert, dass einzelne Fragmente sogar mehr als 100 Meter weit flogen und teilweise im Gleisbett landeten. Zwar stand der Automat noch in der Verankerung, doch die Front- und Seitenwände waren abgesprengt. Die Geldkassette konnte dadurch entwendet werden.

Längst habe die Bahn auf die Vorfälle reagiert. Bundespolizei und die DB Sicherheit hätten ihre Streifentätigkeit verstärkt. Mit der Polizei gebe es eine enge Kooperation. "Wir hatten eine Serie in der Form noch nicht und prüfen deshalb die ähnlichen Tathergänge", sagte Toralf Reinhardt von der Polizeidirektion Nord. Dazu gehören beispielsweise zwei aufgesprengte Zigarettenautomaten Anfang des Monats in Karstädt und in Pritz walk. Der Verdacht besteht, dass die Automaten mit Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern gesprengt wurden.

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