Viele gute Gründe für ein Dankeschön

Ingrid Bremer ist beruflich wie ehrenamtlich der Volkssolidarität verbunden: Die Erzieherin in der  VS-Kita 'Spielland - Anne Frank' leitet seit 1998 die Ortsgruppe am Parchimer Ostring. Christiane Großmann
1 von 2
Ingrid Bremer ist beruflich wie ehrenamtlich der Volkssolidarität verbunden: Die Erzieherin in der VS-Kita "Spielland - Anne Frank" leitet seit 1998 die Ortsgruppe am Parchimer Ostring. Christiane Großmann

von
23. Oktober 2010, 01:57 Uhr

Parchim | Miteinander - Füreinander: Paul Müller aus Crivitz, Anke Groth in Plau am See, Helga Krüger in Dütschow oder Ingrid Bremer in Parchim zählen zu den Menschen, für die es einfach selbstverständlich ist, uneigennützig Zeit und Kraft für andere einzusetzen. Damit haben sie in ihrer Stadt oder in ihrem Dorf an der bewegten Geschichte der Volkssolidarität- gegründet am 24. Oktober 1945 in Dresden - mitgeschrieben.

Den 65. Geburtstag am morgigen Sonntag nahm der Kreisverband Parchim e. V. in dieser Woche zum Anlass, um sich im Rahmen einer Festveranstaltung bei denen zu bedanken, die immer wieder mehr tun als ihre Pflicht - egal ob im Ehren- oder im Hauptamt. So wie Paul Müller eben. Seit 45 Jahren, wenn man von kleinen Unterbrechungen absieht, schlägt das Herz des Crivitzers für die Volkssolidarität. "Er ist ja so ein aktiver Helfer", unterstreicht Lieselotte Fiedler aus der 157 Mitglieder zählenden Ortsgruppe voller Respekt.

Höchster Respekt ist in diesem Fall wirklich angebracht: Hat doch der Herrenfrisör, der fünf Jahrzehnte einen Salon in Crivitz betrieb, bereits vor drei Jahren seinen 90. Geburtstag gefeiert. Was ihn allerdings nicht davon abhält, weiterhin aktiv die Listensammlung zu unterstützen und persönlich im Ort um Spenden zu bitten. "Ich kenne mich doch in dieser Ecke am besten aus", sagt der 93-Jährige bescheiden und freut sich schon auf den nächsten Nachmittag in netter Gemeinschaft: Am 26. Oktober feiert der Ortsverband sein Herbstfest. Das Plakat hat er - die Zuverlässigkeit in Person - wieder in sein Wohnzimmerfenster gehängt, so wie Paul Müller es mit allen wichtigen Einladungen seiner Ortsgruppe macht, damit auch die Nachbarn keinen Termin verschwitzen.

Für seine rührige Mitarbeit wurde Paul Müller nun mit der Bronzenen Solidaritätsnadel seines Verbandes geehrt. Auch Anke Groth, Vorsitzende der Plauer Ortsgruppe, war völlig überrascht, als ihr Name fiel. Anke Groth fand 1958 zur Volkssolidarität und übernahm vor zehn Jahren den Vorsitz - sehr zur Freude vieler Ortsgruppenmitglieder, die schon lange auf ihre aktive Mitarbeit spekuliert hatten. Die langjährige Horterzieherin kniete sich damals voller Elan in ihr neues Ehrenamt, zumal sie nach dem Ausscheiden aus dem Schuldienst gerade auf der Suche nach einer Aufgabe war, die ihr half, die gewonnene Freizeit sinnvoll auszufüllen. Zehn rührige Vorstandsmitglieder, zu denen mittlerweile auch ihre 43-jährige Tochter Maren Kulaschewitz gehört, sowie 16 Kassierer sind die Motoren in der 241 Mitglieder zählenden Ortsgruppe. "Bei uns ist jeden Tag was los. Wir haben sogar eine eigene Line-Dance-Gruppe", schwärmt Anke Groth über das pulsierende Leben in der Plauer Begegnungsstätte. Diese befindet sich unter einem Dach mit der VS-betreuten Wohnanlage "Haus an der Hubbrücke". So kann auch Bewohner Helmut Bendel, mit seinen 97 Jahren der Senior in der Plauer Ortsgruppe, bequem den Ort der Gemeinschaft, Kommunikation und Geselligkeit besuchen. Als einen wichtigen Bestandteil des sozialen Lebens im Landkreis wertete der stellvertretende Landrat Andreas Neumann auf der Festveranstaltung die Tätigkeit des Verbandes. Auch Parchims Bürgermeister Bernd Rolly fand sehr persönliche Worte der Wertschätzung. Zuvor warf Landesgeschäftsführin Silvia Steinbach einen Blick zurück auf 65 Jahre Volkssolidarität. Der mit seinen Leistungen überzeugende Sozial- und Wohlfahrtsverband stehe bis heute für eine breite auf ehrenamtliche Aktivität beruhende Volksbewegung und sei sozialpolitische Interessenvertretung für alle Generationen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen