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Lokales

21. August 2017 | 23:39 Uhr

Viele Autos, wenig Platz

vom

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Sie sind ein Ärgernis für viele Verkehrsteilnehmer und oft genug ein Hindernis für Kinderwagen, Menschen mit Gehhilfen und die Feuerwehr: Autos, die auf Gehwegen, in Einfahrten, im Kreuzungsbereich oder in der zweiten Reihe geparkt sind. Und das alles in den ohnehin schon engen Straßen der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Mit dem Parkchaos in dem Stadtteil will die CDU jetzt aufräumen. Für die Bürgerschaftssitzung am 29. Juni hat sie einen Antrag vorgelegt, mit dem die Verwaltung mit der Verbesserung der Parkplatzsituation beauftragt werden soll. Doch schon vor der Debatte in der Bürgerschaft gibt es Kritik an den Vorschlägen.

Eine Idee der CDU ist es, zusätzliche Parkplätze in der Umgebung zu schaffen. "Nicht alle Menschen brauchen jeden Tag einen Parkplatz vor der Haustür", sagt Mathias Kühl, der für die CDU im Ortsbeirat der KTV sitzt. Junge, mobile Leute könnten ruhig ein paar Meter weiter zu ihrem Stellplatz gehen, meint er.

Vorrecht für junge Familien und alte Leute

Zweiter Vorschlag der Christdemokraten: sie wollen die Durchlässigkeit des Straßennetzes verbessern - zum Beispiel, indem in bestimmten Straßenabschnitten nur noch einseitig geparkt werden darf. Die gegenüberliegende Seite soll zum Be- und Entladen für Anwohner freigehalten werden. Parkplätze vor der Tür soll es nur noch für pflegebedürftige Personen oder Familien mit Kleinkindern geben.

Die Vorsitzende des Ortsbeirats, Anette Niemeyer (Aufbruch 09), ist skeptisch: "Wie weniger Parkplätze das Problem lösen sollen, ist für mich unverständlich", sagt sie. Auch die Jungen Liberalen Mittleres Mecklenburg äußern sich kritisch: "Die Idee, bestimmte Gruppen zu bevorzugen wird sich in der Praxis kaum umsetzen lassen.", sagt die Vorsitzende Melanie Manke.

Sowohl die Liberalen als auch Niemeyer begrüßen allerdings, dass die Diskussion um das Dauerproblem in der KTV wieder ins Rollen kommt. "Das beschäftigt uns seit Jahren", sagt Ortsbeiratschefin Niemeyer. In der 1990er-Jahren hatte die Verwaltung schon einmal das Einrichten einer Anwohnerparkzone für die KTV geprüft. "Das konnte nicht umgesetzt werden. Für die Einwohner reicht der vorhandene Parkraum bei Weitem nicht aus", sagt Nadin Strupp, die die das Sachgebiet Verkehrsüberwachung im Stadtamt leitet. Für ihre Behörde ist die KTV ein "Schwerpunktgebiet" - das heißt, dass dort täglich zwei Politessen ihre Runden drehen. "Wir achten besonders darauf, das Kreuzungen frei bleiben, damit im Notfall die Feuerwehr durchkommt", sagt Strupp. Besonders häufig müsste rund um die Borwinstraße und die Ulmenstraße abgeschleppt werden.

Parkhaus auf dem Ulmenmarkt?

Bei der Suche nach neuen Ideen für das Parkproblem will die CDU vor allem kreativ sein. Kühl betont: "Wichtig ist, dass ohne Scheuklappen über alle möglichen Lösungswege nachgedacht wird". So kommt für ihn auch eine Neuordnung der Einbahnstraßen oder ein Parkhaus auf dem Ulmenmarkt infrage. Seine Parteikollegin Ulrike Jahnel will vor allem auch, dass die Anwohner nach ihren Wünschen gefragt werden.

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erstellt am 22.Jun.2011 | 06:32 Uhr

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