Viel gutes Theater für Kinderrechte

Schüler der Dömitzer Regionalschule   verdeutlichten   in ihren Theaterszenen den alltäglichen Druck auf Kinder und Jugendliche durch Erwachsene.
1 von 2
Schüler der Dömitzer Regionalschule verdeutlichten in ihren Theaterszenen den alltäglichen Druck auf Kinder und Jugendliche durch Erwachsene.

von
20. November 2010, 01:57 Uhr

Dömitz | Diese ausverkaufte Premiere im Gymnasialen Schulzentrum Dömitz war lange und gut vorbereitet: Der Kinderschutzbund des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern als federführende Institution hatte zu dem Zweiakter "Kinder stark machen" am Freitagmittag eingeladen. Eltern, Lehrerschaft und Kinder erlebten amüsante wie zum Nachdenken anregende Stunden in der Aula der Regionalschule. Das Theaterprojekt läuft über vier Jahre und wird von den Sparkassenstiftungen Schwerin und Ludwigslust mit je 5000 Euro pro Jahr gefördert, wie Carsten Spies, Geschäftsführer des Landesverbandes auch dem stellvertretenden Landrat, Wolfgang Schmülling, mit auf den Weg nach Hause gab. Schulen, die an dem Projekt Interesse hegen, können nämlich beim Landesverband, Tel.: 0385-4773046, anfragen.

Die Säulen dieses Präventionsprojektes sind die Theaterpädagogen Andreas Peckelsen, Anke Grobheiser und Annette Borchert, die seit acht Jahren mit der Dömitzer Schul-Sozialarbeiterin Angelika Ebert regelmäßig Projekte anbieten. Gemeinsam will man auf die seit 1989 in einer UN-Charta festgeschriebenen Kinderrechte aufmerksam machen. Diesmal mit im Boot war Marion Dreger-Riedel vom Kinderschutzbund Ludwigslust. Nach den Aufführungen wurde dem Dömitzer Schulzentrum eine Urkunde als symbolische Schulpatenschaft für das Kinderrecht "Gesundheit" und der Pestalozzi-Schule die Urkunde für "Freizeit" überreicht.

Die beiden Aufführungen: Die Dömitzer Fünftklässler brachten den Alltagsstress von Kindern vom Aufstehen, bis zur Schulzeit und nachmittags im Gespräch mit den Eltern auf die Bühne. Eine Zeitschiene, die sich täglich wiederholt, doch immer wieder bestimmte Verhaltensmuster abverlangt, die eben nicht dem Alter von Kindern entsprechen, sondern nur das absolute Erfüllen von Forderungen beinhaltet.

Leistungsdruck und das Unglück in arme Verhältnisse hineingeboren zu sein, damit hatten sich Schüler und Schülerinnen der Förderschule Ludwigslust auseinandergesetzt. Wie der häufig von Erwachsenen unbedarft als gut empfundene Druck für eine vermeintliche bessere Zukunft bei den Schutzbefohlenen ins Gegenteil umschlägt, das wurde durch die Inszenierung eindrucksvoll gezeigt. Peckelsen hatte das Bühnenbild in Szene gesetzt, die Pestalozzi-Kinder führten ausdrucksstark auf.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen