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Lokales

19. Oktober 2017 | 20:22 Uhr

Verwirrspiel im Halteverbot

vom

svz.de von
erstellt am 13.Sep.2010 | 07:09 Uhr

Bützow | Verwirrung um Straßenschilder in Bützow. In der Goedenstraße machen die Politessen von Bützow jetzt ernst. Wer dort zwischen dem Pferdemarkt und der so genannten Zitronengasse (Verbindungsweg zwischen Jungfernstraße und Goedenstraße) sein Auto parkt, wird abgestraft. Denn das Parken ist dort verboten, nicht erst seit gestern.

Auch gestern Vormittag standen dort Autos mit einem Knöllchen hinterm Scheibenwischer. Viele Fahrzeugführer sehen zwar das Schild "Absolutes Halteverbot" und darunter den Zusatz "Straßenreinigung Freitag von 7 bis 8 Uhr". Das darüber auch eine Schild "Eingeschränktes Halteverbot" steht, übersehen viele. Ein Anwohner erzählt, dass es einigen Autofahrern so geht, sie in der Vergangenheit mal ein Knöllchen bekommen haben, dann auch mal wieder nicht.

Noch verwirrender wird es, wer in der Langestraße die gleiche Beschilderung sieht. In Höhe des Gänsemarktes sind die gleichen beiden Verkehrsschilder angebracht, jedoch in einer anderen Reihenfolge. Am oberen Ende steht das Schild für das absolute Halteverbot mit der Ergänzung von Freitag 7 bis 8 Uhr, dann folgt das Halteverbotsschild.

Was hat das zu bedeuten? Was ist richtig? Fahrschullehrer Rainer Papajewski sieht keinen Unterschied in der Auslegung des Verkehrsrechts. In beiden Straßen gilt generell das eingeschränkte Halteverbot. "Das heißt, dort darf man maximal drei Minuten halten." Für Freitag gilt in beiden Straßen dann zusätzlich von 7 bis 8 Uhr ein absolutes Halteverbot. Für die unterschiedliche Anordnung der Verkehrsschilder hat der Fahrschullehrer aber auch keine Erklärung.

Volker Werner, Rostocks Polizeisprecher, bestätigt die Auslegungen des Fahrschullehrers. "Parken ist dort generell nicht erlaubt."

Klaus Rambow vom Bützower Ordnungsamt klärt auf: "In der Goedenstraße gilt schon seit jeher das Parkverbot." Bisher hätten die Verkehrsschilder aber unmittelbar hinter dem Pferdemarkt gestanden. "Es gab Widersprüche von Fahrzeugführern, die ein Knöllchen bekamen." Sie hätten es damit begründet, wenn sie aus der Wollenweberstraße einbiegen, können sie die Verbotsschilder nicht sehen. "Deshalb wurden die Verkehrsschilder jetzt umgesetzt, weiter in die Goedenstraße eingerückt", erklärt Rambow. Unmittelbar hinter dem Pferdemarkt dürfe man ohnehin nicht parken, weil die Straße dort zu eng ist. Das Parkverbot in diesem Bereich der Goedenstraße sei aber notwendig, insbesondere seit Beginn des neuen Schuljahres. Klaus Rambow: "Busse, vor allem die größeren mit drei Achsen, müssen in die Breite Straße einbiegen, weil an der Rathaussschule ebenfalls Schüler einsteigen." Die Busfahrer hätten ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie den Schwenkbereich benötigen.

Dennoch räumt Rambow einen Fehler ein. Verkehrszeichen sollen immer so angebracht werden, dass das mit weitergehenden Vorschriften oben steht. In diese Fall: absolutes Halteverbot vor eingeschränktem Halteverbot. "So wie die Anordnung in der Langestraße."

Klaus Rambow hat gestern nach dem Anruf von SVZ Schritte in die Wege geleitet, damit die Beschilderung in der Goedenstraße geändert wird. "Es ist eine Landesstraße. Das dürfen wir nicht selber machen."

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