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Lokales

22. November 2017 | 19:10 Uhr

Verpuffte Gase im Öltank

vom

svz.de von
erstellt am 07.Jun.2010 | 10:11 Uhr

Rostock | Bei einer Verpuffung in einem Öltanklager im Überseehafen sind gestern Vormittag gegen 10.30 Uhr zwei Männer verletzt worden, einer davon schwer. Die Ermittlungen der Polizei und des Arbeitsschutzes dauern an.

Die zwei 43 und 51 Jahre alten Männer stehen in einem Öltank der Firma Großtanklager Ölhafen Rostock GmbH. Die beiden Schweißer einer Fremdfirma wollen Beschädigungen am Dach des Speichers reparieren. Bevor sie ihre Arbeiten an einigen Deckenkassettenteilen beenden können, kommt es zu einer Verpuffung. Blutüberströmt schaffen sie es nach draußen. Dort warten bereits Notarzt und Krankenwagen, die die Männer noch vor Ort behandeln und anschließend ins Krankenhaus bringen. Der 43-Jährige ist schwer verletzt. "Wie schwer, weiß ich bisher nicht. Aber die beiden Männer sind bei Bewusstsein", sagt Günter Fett, Geschäftsführer des Groß tanklagers.

Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr rückten mit vier Fahrzeugen an, konnten aber nichts weiter ausrichten, so Sprecherin Monika Klaus. Bis in die Abendstunden untersuchten die Kriminalpolizei, der technische Prüfverein und Mitarbeiter vom Landesgesundheitsamt den 15 Meter hohen und 54 Meter breiten Öltank. "Die Ermittlungen zur Ursache des Arbeitsunfalls dauern an", sagt Volker Werner, Sprecher der Polizeidirektion Rostock. Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, ist unklar. "Erst wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind, wissen wir mehr", so Geschäftsführer Fett. Er bestätigt außerdem, dass die Sicherheitsbestimmungen auf dem Betriebsgelände sehr hoch seien. Grundsätzlich können Verpuffungen in Lagern und Verbrennungsanlagen auftreten, die nicht ausreichend belüftet wurden. Brennbare Gase können sich sammeln, eine explosive Atmosphäre entstehen. Der Kontakt mit heißen Materialien kann zu einer Druckwelle führen.

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