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Bund begrenzt Förderung für Mehrgenerationenhäuser : Verliert Schwerin einen sozialen Treff?

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Die Zukunft der beiden Mehrgenerationenhäuser in Schwerin ist ungewiss. Nach den Vorstellungen des Familienministeriums soll es künftig nur noch ein Haus in jedem Landkreis bzw. jeder kreisfreien Stadt geben.

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erstellt am 20.Jul.2011 | 07:21 Uhr

Schwerin | Die Zukunft der beiden Mehrgenerationenhäuser in Schwerin ist ungewiss. Bis Mitte August läuft das Interessenbekundungsverfahren für das neue Förderprogramm des Bundes. Allerdings: Nach den Vorstellungen des Familienministeriums soll es künftig nur noch ein Haus in jedem Landkreis bzw. jeder kreisfreien Stadt geben. Und: Die Kommunen sollen sich an der Finanzierung beteiligen.

Noch bis 2012 läuft die aktue lle Förde rung für die Häuse r in der Keplerstraße und am Dreescher Markt, die vom In ternationalen Bund (IB) bzw. vom Förderkreis der evangelischen Bernogemeinde getragen werden. "Wir werden uns an der Aussch reibung für das neue Programm beteiligen", kündigt Anne Ulrich vom IB an. Auch Ulrich Planken, Chef des Mehrgenera tio nenhau ses auf dem Großen Dreesch, möchte die Arbeit vor Ort fortsetzen: "Ich hoffe noch, dass es gelingt, die künf tige Unterstützung des Bundes nicht an eine städtische För derzu sage zu koppeln ."

Jeweils 40 000 Euro im Jahr bekommen die Schwe riner Häuser derzeit aus Mitteln des Bundes oder des Europäischen Sozialfonds. Die Pläne des Bundes für den Zeitraum bis 2014 sehen vor, dass die Kom munen insgesamt 10 000 Euro zur Finanzierung eines Mehrgenerationenhauses beisteuern.

Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) hat diesen Überlegungen schon eine Absage erteilt. Die 23 Mehr genera tionenhäuser in MV hätten sich als soziale Be gegnungsstätten der Ge nerationen und als Drehscheibe für Infor mationen und Dienst leistungen bewährt und etablier t, so Schwesig. "Ich forde re den Bund auf, auch im Folge programm für die Mehrgenerationenhäuser die gesamten Finanzmittel zur Verfügung zu stellen." Es könne nicht angeh en, dass Kommunen und Länder auf den Folgekosten sitzen blieben.

Dieser Auffassung wi derspricht der Schweriner CDU-Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt. Mit dem Folgeprogramm sei der Bund den Anforderungen aus den Ländern bei den Mehrgenerationenhäusern weit entgegengekommen. "Nun müssen auch die Länder und Kommunen Farbe bekennen", so Monstadt.

Die Stadt, deren Votum bereits beim Interessenbekundungsverfahren gefragt ist, hält sich noch bedeckt. "Beide Mehrgenerationenhäuser in Schwerin werden gut angenommen", sagt Sozial- und Finanzdezernent Dieter Niesen (SPD). Die Frage einer zukünftigen Förderung lässt er jedoch offen. Nur so viel: Der finan zielle Spielraum der Kom mune sei begrenzt.

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