Entwicklung des Eisenbahn- und des Postwesens : Verkehrsgeschichte auf Briefmarken

Präsentierten im Fürstenzimmer des Hauptbahnhofs interessante philatelistische Exponate: Dieter Grusenick (l.), Briefmarkensammler aus Greifswald, und Günter Theile, Landesvorsitzender der Philatelisten in MV. Rainer Cordes
Präsentierten im Fürstenzimmer des Hauptbahnhofs interessante philatelistische Exponate: Dieter Grusenick (l.), Briefmarkensammler aus Greifswald, und Günter Theile, Landesvorsitzender der Philatelisten in MV. Rainer Cordes

Post- und Eisenbahngeschichte haben Eckart Ohse immer schon interessiert. Deshalb ließ er sich auch eine ganz besondere Ausstellung im Schweriner Hauptbahnhof am Wochenende nicht entgehen.

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13. Dezember 2010, 12:22 Uhr

Schwerin | Post- und Eisenbahngeschichte haben Eckart Ohse immer schon interessiert. Deshalb ließ sich der Schweriner auch eine ganz besondere Ausstellung im Fürstenzimmer des Schweriner Hauptbahnhofes am Wochenende nicht entgehen. Anlässlich des 175-jährigen Eisenbahnjubiläums waren Briefmarken und andere philatelistische Exponate zu sehen, die die Gesch ichte von Bahn und Post nachzeichnen. "Es ist schon erstaunlich, mit welchem Tempo damals die ersten Bahn linien eingerichtet wurden", sagte Ohse .

"Die erste Eisenbahn, die am 7. Dezember 1835 zwischen Nürnberg und Fürth verkehrte, hat ein regelrechtes Bahn-Fieber in der damaligen Zeit ausgelöst", berichtete Dieter Grusenick, Philatelist aus Greifswald, der seine umfan greiche Sammlung für die Ausstellung zur Verfügung gestellt hatte. Auf den Brief marken lasse sich die enge Ver bindung zwischen Bahn- und Postwesen ables en, so Grusenick, der selbst 40 Jahre bei der Bahn gearbeitet hat und seit 50 Jahren Briefmarken sammelt und auch schon mehrere Bücher geschrieben hat.

Vier-Viertel-Schilling aus dem Jahr 1856

Am 15. Oktober 1846 fuhr die erste Eisen bahn auf der Strecke zwischen Berlin und Boizenburg durch Meck lenburg. Zwei Monate später steuerte der Zug schon Hamburg an. "Mit un serer Ausstellung dokumentieren wir zugleich den Übergang vom Post kutsch enwesen zur Bahnbeförderung", er läu terte Günter Theile, Landesvorsitzender der Philatelisten in MV. Er möglicht worden sei die Prä sentation durch eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Schweriner Briefmarkensammler-Verein und dem Verein Fürstenzimmer. "Unsere älteste Marke ist ein Vier-Viertel-Schilling aus dem Jahr 1856", so Theile.

Doch nicht nur Briefmarkensammler und Eisenbahn-Fans zog es am Wochenende ins Fürstenzimmer. Petra und Peter Schult aus Schwerin nutzten die Ausstellung, um überhaupt mal einen Blick in das repräsentative Zimmer zu werfen, in dem sich einst der Groß herzog auf seine Reisen vorbereitet hat. "Es ist schön, dass man diesen Raum besichtigen kann", sagte Petra Schult. Sie und ihr Mann sahen sich auch interessiert die Schautafeln im Vorraum des Fürstenzimmers an, auf denen über 175 Jahre Eisenbahn und die 120-jährige Geschichte des Empfangsgebäudes in Schwerin informiert wurde.

Und noch eine Attraktion gab es am Wochenende im Fürstenzimmer: eine Ausstellung mit Nussknackern und Räuchermännchen in Eisenbahn-Uniform, zusammengetragen von einem Sammler aus dem Erzgebirge.

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