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Lokales

20. November 2017 | 18:24 Uhr

Verkehrsader muss geflickt werden

vom

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erstellt am 01.Jun.2010 | 07:52 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Der Ortsbeirat Kröpeliner-Tor-Vorstadt setzt sich für eine grundhafte Sanierung und Umgestaltung der Ulmenstraße ein. Mit einem Antrag an die Bürgerschaft versucht das Stadtteilgremium nun, bei der Verwaltung eine Prüfung des Sachverhaltes zu erwirken. Gegebenenfalls könnten dann Mittel für die Planung in den Haushalt eingestellt werden. Fabian Rüsch (FDP) ist Mitglied im Bauausschuss des Ortsbeirates. Er hat sich eingehend mit der Situation in der Ulmenstraße beschäftigt. "Der Verkehr nimmt hier zu und somit steigt auch der Bedarf für eine Sanierung", so Rüsch.

Nicht nur der vergangene Winter hat Spuren in dieser Hauptverkehrsstraße der KTV hinterlassen. Die Fahrbahnoberfläche ist an vielen Stellen aufgerissen, die Markierungen lösen sich. Fußgängerinseln, die vor Jahren als Provisorien installiert worden sind, helfen kaum beim sicheren Überqueren der Straße. Wenn Autos und Fahrradfahrer die engen Stellen gleichzeitig passieren, ist erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. "Trotzdem ist diese Straße kein Unfallschwerpunkt", berichtet Rüsch und fügt hinzu: "Das ist erstaunlich." Durch den Ausbau des Universitätscampus und die Eröffnung eines Studentenwohnheims ist der Verkehr in der Ulmenstraße noch einmal angewachsen.

Aber nicht nur die problematische Situation auf der Fahrbahn macht nach Ansicht des Ortsbeirates eine Sanierung und Umgestaltung nötig. Auch abseits des Verkehrswegs bietet die Ulmenstraße kein besonders gepflegtes Bild. Der Gehweg setzt sich aus den verschiedensten Belägen zusammen. Hier und da sind Löcher ausgebessert, an anderen Stellen nicht. "Das sind richtige Stolperfallen vor allem für ältere Menschen, die auf eine Gehhilfe angewiesen sind oder Rollstuhlfahrer", so das Ortsbeiratsmitglied.

Die einmal angelegte Baumreihe weist Lücken auf. Parkflächen auf dem Seitenstreifen sind zum Teil unbefestigt. "Und dabei bietet die Ulmenstraße genügend Platz, um Autos, Radverkehr, Fußgänger und Parkplätze unterzubringen", betont Rüsch. Die Verwaltung solle die Grundlagen dafür schaffen, um eine entsprechende Planung in Auftrag geben zu können.

Ein städtebaulicher Missstand sei darüber hinaus, so Rüsch, der Ulmenmarkt. Dort wird nur eine kleine Ecke tatsächlich für den Marktbetrieb genutzt. Der Großteil ist zu einem Parkplatz umfunktioniert. "Die Stellflächen sollten auch erhalten bleiben, denn an denen mangelt es in der KTV ja sowieso." Ideal wäre eine Tiefgarage mit begrüntem Dach, findet Rüsch: "Aber es muss natürlich finanziell machbar sein." Dieses Projekt sei jedoch eher langfristig in Angriff zu nehmen. Zumindest die Straßenkante auf der Parkplatzseite könne jedoch schon bei einer Umgestaltung der Straße aufgewertet werden.

Die Verkehrssituation der KTV ist schon lange ein Problem. "Ein Grund dafür, warum man sich hier über Fahrradfahrer auf dem Gehweg aufregt, sind die schlechten Straßen", so Rüsch. Den Radlern könne er es kaum verübeln, dass sie nicht über holpriges Kopfsteinpflaster fahren wollen. "Künftig gilt es abzuwägen, welchem Verkehr Vorrang gewährt wird, wenn die Zahl der Radfahrer noch weiter zunimmt", so Rüsch. Vielleicht müssten dann die Autofahrer Abstriche hinnehmen.

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