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Lokales

18. Dezember 2017 | 19:37 Uhr

Verkauf des BBZ ist verschoben

vom

svz.de von
erstellt am 04.Mai.2010 | 08:09 Uhr

wittenberge | Ab dem 1. Mai sollte die Prignitzer Lebenshilfe den Geschäftsbetrieb des BBZ weiterführen. So war es zwischen dem Lebenshilfeverein und dem Insolvenzverwalter Sebastian Laboga vereinbart, mit dieser Information gingen beide Seiten vor wenigen Wochen in die Öffentlichkeit.

Der Verkauf zum 1. Mai kam nicht zustande. Tom Buchholz als Geschäftsführer der Lebenshilfe wendet sich im Gespräch mit dem "Prignitzer" gegen derzeit kursierende Gerüchte, die Übernahme sei damit gänzlich geplatzt. "Es gibt keine Probleme, nur eine Zeitverschiebung", sagt Buchholz mit Nachdruck. Die Übergabe der Montessori-Kindertagesstätten sowie Schulen in Wittenberge und Neuruppin und die der beruflichen Bildungseinrichtungen verzögere sich, "weil wir als neuer Träger noch nicht alle Anerkennungen erlangt haben". Die Anträge beim Bildungsministerium für die Schulen, beim Landesjugendamt für die Kindertagesstätten und bei der Bundesagentur für Arbeit für die Berufsbildung seien gestellt. Buchholz sieht keine Hemmnisse, die einer zügigen Anerkennung als jeweils neuer Träger entgegenstehen könnten. Denn: "Wir übernehmen die Mitarbeiter, die Konzepte, die Räumlichkeiten."

Auf die Frage, ob denn nicht schon im April absehbar gewesen sei, dass es mit Verkauf zum Mai nicht klappen würde, sagt Buchholz: "Wir sind davon ausgegangen, dass wir den Geschäftsbetrieb vom BBZ zum 1. Mai unter Vorbehalt übernehmen, wenn die Genehmigungen erteilt sind, die fälligen Gelder überweisen.

Der Insolvenzverwalter hingegen soll nach Recherchen des "Prignitzers" das Geschäft Zug um Zug abwickeln wollen. Mit anderen Worten: Er übergibt den Geschäftsbetrieb an die Lebenshilfe. Der Verein seinerseits überweist die dafür fälligen Euro.

Auf Redaktionsanfrage, weshalb der Verkauf erst einmal verschoben sei, sagte Sebastian Laboga gestern, dass die Lebenshilfe "zur tatsächlichen Übernahme des Geschäftsbetriebs der BBZ-Einrichtungen noch Genehmigungen vom Bildungs- und Arbeitsministerium des Landes" benötige. Er ist optimistisch: "Diese werden nun im Laufe der nächsten Wochen erteilt. Sobald die Genehmigungen vorliegen, wird die tatsächliche Geschäftsübergabe wie geplant erfolgen."

Wie auch der Geschäftsführer der Lebenshilfe lässt der Insolvenzverwalter keinen Zweifel daran, dass sich grundsätzlich nichts "an der Einigung über den Verkauf der BBZ-Einrichtungen ändert" hat. "Auch der Betrieb der Bildungseinrichtungen läuft unterdessen ganz normal weiter und ist zudem profitabel. Deshalb ergeben sich durch die Verzögerung keinerlei nachteilige Auswirkungen", fügt Laboga an.

Der Lebenshilfeverein beabsichtigt in einer Berufsbildungszentrum Prignitz GmbH die Berufsbildungseinrichtungen aus den drei Prignitzer Standorten, aus Neuruppin und der Altmark zusammenzuführen. In einer weiteren Gesellschaft werden sich die Kindertagesstätten und Schulen wiederfinden. Es wird sich um die Integrative Bildungsstätten GmbH (IBiS) handeln.

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