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Lokales

18. Dezember 2017 | 09:52 Uhr

Vergangene Zeiten neu entdeckt

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erstellt am 12.Sep.2010 | 05:58 Uhr

Rostock | Dicke Wände, verwinkelte Gänge , dunkle Räume: Das zeichnet den Bunker auf dem Gelände der ehemaligen Neptun Werft aus. Gestern haben hunderte Menschen beim Tag des offenen Denkmals einen Blick in das Innere des einstigen Schutzbauwerks geworfen. Unzählige weitere unter Denkmalschutz stehende Häuser und Schiffe öffneten für neugierige Besucher ihre Pforten. Dabei informierten Vereine und Bewohner über die jeweiligen Entstehungsgeschichten.

So auch Gabriele Gielow im Hausbaumhaus in der Wokrenter Straße. Die Mitarbeiterin von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gab Einblicke in das spätgotische Kaufmannshaus: "Es ist so gut erhalten wie kaum ein anderes Gebäude und hat einen freigelegten Hausbaum." Außerdem zeichnet es sich durch seine erhaltene Deckenkonstruktion aus. "Ein Großteil der Balken ist aus der Zeit um 1490", sagt Gielow. Auch die Wände bestehen aus originalen Klosterformatsteinen. "Es fasziniert die Besucher, weil diese damalige Bauart typisch für die Ostseeregion war", sagt sie. Übergreifend informierte dort der Verein der Kapitäne gestern über die Schifffahrt vom Spätmittelalter bis hin zur heutigen Zeit. Wem dieser maritime Einblick nicht genug war, konnte der "Georg Büchner", der "Stubnitz" und dem Traditionsschiff einen Besuch abstatten.

Für Eisenbahn-Begeisterte blieb ebenfalls kein Wunsch unerfüllt. Neben dem Warnemünder Bahnhof, dem Depot 12 und dem Ringlokschuppen in der Bleicherstraße konnte auch der Lokschuppen im Stadthafen mit seinen historischen Waggons besichtigt werden. Dort gaben Vereinsmitglieder Auskunft über längst vergessene Streckennetze. "Vor allem der ehemalige Gleisverlauf im Stadthafen und die neuzeitliche Bäderbahn sind Anziehungspunkt für die Familien", sagt Peter Husack, Mitglied im Verein Mecklenburgische Eisenbahn.

Darüber hinaus präsentierten sich einige Rostocker Gotteshäuser den zahlreichen Besuchern. So stellte die St. Marienkirche die Baumaßnahmen und Vermessung des Gebäudes vor und die Warnemünder Kirche lud zu einem Rundgang ein, der die Interessierten in die Neugotik im Jahr 1871 zurückversetzte. Im Heimatmuseum des Seebades berichtete Gerhard Lau vom Leuchtturmverein zum Thema: "Nachdenken über Warnemünder Denkmale." Zur Besichtigung alter Grabstätten lud auch der Verschönerungsverein in den Lindenpark ein.

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