Verfolgungsjagd endete in Dabel

Demoliertes Polizeiauto, von den Dieben gerammt. Reinhard Klawitter
Demoliertes Polizeiauto, von den Dieben gerammt. Reinhard Klawitter

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19. Februar 2010, 10:17 Uhr

Dabel | Zwei junge Männer lieferten sich am späten Donnerstagabend zwischen Goldberg und Dabel in einem gestohlenen Multicar eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Die 19 und 20 Jahre alten Täter durchbrachen mit dem Fluchtfahrzeug mit vorgebautem Schneeschiebeschild drei Polizeisperren und beschädigten einen Funkstreifenwagen. Ein Beamter konnten sich nur mit einem Hechtsprung sein Leben retten. Die beiden jungen Männer waren gegen 22.45 Uhr in eine Garage des Amtes Goldberg-Mildenitz eingebrochen. Ein aufmerksamer Passant informierte die Polizei. "Bei Eintreffen der Beamten waren die Diebe mit dem entwendeten Multicar bereits vom Tatort geflüchtet", berichtete gestern Polizeisprecher Niels Borgmann.

Die Polizei setzte bei der Verfolgungsjagd vier Streifenwagen mit acht Beamten ein. Die Polizisten entdeckten das gestohlene Fahrzeug auf der Bundesstraße 192 von Goldberg in Richtung Dabel. Die Diebe ignorierten das Haltezeichen der Beamten und setzten ihre Flucht unvermindert fort.

Die Polizei errichtete zwei Straßensperren in Neu Woserin. Doch mit dem Schiebeschild bahnten sich die Flüchtigen den Weg durch die Schneewehen am Straßenrand an den Polizeiautos vorbei. Auch eine dritte Sperre in Borkow durchbrachen die jungen Männer im Multicar. "Bei dieser Straßensperre fuhren die Täter auf einen neben dem Funkwagen stehenden Beamten zu", berichtete Niels Borgmann. Der Polizist konnte sich nur durch einen Hechtsprung über einen 70 Zentimeter hohen Schneehaufen retten. Bei der weiteren Verfolgung rammten die Täter einen Streifenwagen, wobei laut Polizei ein Sachschaden von rund 10 000 Euro entstand.

Die Diebe versuchten eine vierte Straßensperre auf der Bundesstraße 192 in Dabel zu durchbrechen. Das misslang. Der Multicar blieb im Schnee stecken. Die Polizei nahm eine halbe Stunde vor Mitternacht die Männer im Alter von 19 und 20 Jahren fest.

Gestern prüfte die Staatsanwaltschaft Rostock, ob sie gegen den Fahrer des Multicar beim Amtsgericht Haft wegen versuchten Totschlags beantragt. Der 20-Jährige stammt aus dem Raum Rostock. Außerdem müssen sich beide Täter wegen schweren Diebstahls verantworten. Hinzu kommt, dass der Fahrer des Multicars nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war und ein Drogenschnelltest positiv verlief.

Bei der Verfolgungsfahrt wurde glücklicherweise niemand verletzt.

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