Verfolgungsjagd bei Tempo 170

von
21. April 2010, 09:16 Uhr

Rostock | Eine wilde Verfolgungsfahrt durch Rostock lieferte sich ein 19 Jahre alter Jugendlicher in der Nacht zu gestern mit der Polizei. Ein Streifenwagen wurde auf den Wagen aufmerksam . Er raste in Richtung Warnemünde.

Als ein Polizeiauto der Inspektion Zentrale Dienste durch die Rostocker Innenstadt Streife fährt, fällt den Beamten Am Strande ein Citroën auf. "Der Wagen war ohne Nummernschild unterwegs", sagt Volker Werner, Sprecher der Polizeidirektion Rostock. Die Streife fährt dem mit vier Personen besetzten Auto nach, um den Fahrer zu kontrollieren. Als sie mit dem Citroën auf gleicher Höhe sind, setzen sie das Blaulicht ein und fordern den Fahrer per Lautsprecher und Signalhorn auf, anzuhalten.

Anstatt zu stoppen, ignoriert der Fahrer die Aufforderung der Beamten. Er gibt Gas. Die Polizei rast dem Flüchtigen über die Lübecker Straße, die Hamburger Straße und weiter in Richtung Evershagen hinterher. Dabei erreicht der Fluchtwagen eine Geschwindigkeit von 170 Kilometern pro Stunde. Der Kamikaze-Fahrer überfährt mehrere rote Ampeln.

Ein zweiter Streifenwagen versucht auf der Kreuzung der B103 in Höhe An der Jägerbäk den Wagen mit Blaulicht zu stoppen. Der Fahrer hält trotzdem auf die Polizei zu und kann gerade noch rechts ausweichen. Er hat nun freie Bahn und rast weiter in Richtung Warnemünde.

Um den Jugendlichen trotzdem dazu zu bringen, vom Gas runterzugehen, setzt sich nun ein Polizeiwagen vor den Raser. Der Flüchtige versucht an der Streife vorbei zu kommen, fährt auf den Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Leitplanke. Dabei stößt sein Citroën gegen die Abgrenzung, kommt ins Schleudern und prallt gegen den Streifenwagen, der neben ihm fährt. "Eingeklemmt zwischen Leitplanke und Polizeiauto kam das Fluchtauto zum Stehen", sagt Werner. Als die Beamten versuchen, den jungen Mann festzunehmen, wehrt er sich vehement und verletzt sich am Arm. Er wird ins Krankenhaus gebracht. Die drei anderen Insassen des Wagens - zwei 19-jährige Frauen und ein 22 Jahre alter Mann - bleiben unverletzt.

Der Fahrer gesteht den Beamten keinen Führerschein zu besitzen und drogenabhängig zu sein. Das Auto war nicht zugelassen. Die Polizei ermittelt gegen den 19 Jahre alten Fahrer wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs, wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, wegen Fahrens ohne Führerschein und wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen