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Lokales

20. September 2017 | 20:17 Uhr

Verein kämpft um Bützow im Namen

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erstellt am 10.Okt.2010 | 08:12 Uhr

Bützow | Der Kaninchenzuchtverein M3 Bützow richtete am zurückliegenden Wochenende die offene Kreismeisterschaft aus. Es könnte die letzte in Bützow sein, wenn sich in den nächsten Jahren nichts ändert. Auch das die Stadt einen Verein verliert, ist nicht mehr ausgeschlossen.

Mehr als 200 Tiere von 40 Züchtern aus den Kreisen Güstrow und Bad Doberan zeigten in der alten Schule am Rühner Landweg die Ergebnisse ihrer Arbeit. "Wir sind froh, dass wir hier überhaupt ausstellen durften", sagt Vereinschef Norbert Bissa. Seit Jahren gibt es jedes Jahr das gleiche Problem in Bützow. Wo kann die kreisliche Leistungsschau stattfinden? Bisher stand dafür noch die ehemalige BHG-Halle am Bahnhof zur Verfügung. Doch schon in den zurückliegenden Jahren, nach dem Verkauf, stand die Ausstellung auf der Kippe. "Schon das war eine Zumutung. Doch wir waren froh, dass wir die Halle wenigsten dort hatten", so der Vereinschef. In diesem Jahr ging es auch dort nicht mehr. Nach Gesprächen mit der Stadt stellte diese nun die ehemalige Schulküche der Grundschule am Rühner Landweg zur Verfügung. Bevor die Züchter dort aber ihre Boxen mit den Langohren aufstellen konnten, mussten sie eine Zentimeter dicke Schicht von Scherben und Dreck beiseiteräumen.

"Wir möchten gern in Bützow bleiben, doch unter solchen Bedingungen?" Norbert Bissa weiß, die Leistungsschau der Rassegeflügelzüchter wechselt bereits in diesem Jahr ins Kloster Rühn. "Andere Städte stellen ihre Turnhallen zur Verfügung. Nur in Bützow ist das nicht drin. Gnoien hat so alljährlich die Landeszuchtschau der Rassenkaninchenzüchter", erzählt Bissa. Wenn der Verein, in dem noch immer 20 Tierfeunde aktiv sind, keine bessere Bedingungen in Bützow findet, müsst er sich ähnlich wie die Geflügelzüchter nach Alternativen umschauen. "Wenn wir auch nach Rühn oder in ein anderes Dorf wechseln, warum sollte unserer Verein dann noch M3 Bützow heißen?", fragt der Rühner Norbert Bissa. Ein Lösung, die ihm gar nicht schmeckt: "Wir wollen eigentlich ein Verein in und für Bützow sein."

Der sorgte in diesem Jahr auf der Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung erst wieder für Furore. "Wir waren mit Abstand der leistungsstärkste Verein." Bruder Rüdiger Bissa, Sohn Karl Bissa, Manfred Glamann und Maike Klatt haben mit ihren Rassen alles abgeräumt, was es zu gewinnen gab.

Bei der Landesmeisterschaft Ende November in Gnoien sind die Bützower auch wieder vertreten. Und der Vereinschef selbst bereitet sich mit seinen Rammlern auf das Bundeschampionat vor. In Reinsberg macht er so Werbung nicht nur in eigener Sache, sondern auch für Bützow.

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