Außenbereich der Wariner Grundschule soll schöner werden : Varianten für Wariner Schulhof

Die Wariner Grundschule konnte im August 2010 in ein saniertes Gebäude umziehen. Der Hof aber  wirkt noch trist, Spielgeräte für die Pausen gibt es nicht.  Rüdiger Rump
1 von 2
Die Wariner Grundschule konnte im August 2010 in ein saniertes Gebäude umziehen. Der Hof aber wirkt noch trist, Spielgeräte für die Pausen gibt es nicht. Rüdiger Rump

Trist und verloren, Fehlanzeige bei Spielgeräten für die Hofpausen, sogar Unfallgefahr im Laufbereich der Kinder - Wariner Eltern finden keine guten Worte für den Hof der Fritz-Reuter-Grundschule.

von
06. Mai 2011, 06:52 Uhr

Warin | Trist und verloren, Fehlanzeige bei Spielgeräten für die Hofpausen, sogar Unfallgefahr im Laufbereich der Kinder - Wariner Eltern finden keine guten Worte für den Hof der Fritz-Reuter-Grundschule. Die ist voriges Jahr in das energetisch sanierte Gebäude der ehemaligen Regionalschule gezogen. Es bietet gleichzeitig durch Zugewinn an Platz und Komfort deutlich bessere Lern- wie Lehrbedingungen. Der Schulhof dagegen blieb im wahrsten Sinne des Wortes außen vor.

Jedenfalls erst einmal, weil die Schule mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II saniert wurde und das Geld allein dafür bestimmt war, wirbt Bürgermeister Michael Ankermann um Verständnis. Die Gestaltung des Schulhofes sei nun ein nächster Schritt, der einer neuen Finanzierung bedarf. Die Stadt konnte aufgrund ihrer Haushaltslage dieses Vorhaben nicht in einem Zuge angehen. Und Spielgeräte von der alten Grundschule dürften nicht umgesetzt werden. "Die sind verbraucht und würden keine neue Tüv-Genehmigung bekommen", so Ankermann.

Auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung stellte Sabine Wundrak-Geritz aus dem Bauausschuss Varianten vor, die unter anderem auf einem Projektentwurf durch den Schulverein fußen. Starre Formen auf dem Areal sollen aufgelöst, Angebotsbereiche geschaffen und die vorhandene Begrünung teils erhalten und erweitert werden, um einen "hohen Spiel-, Bewegungs- und Erholungswert" für die Kinder zu erreichen. Der Diskussion um eine Kletterspinne, mit der sich Schulleiterin Dagmar Arndt zufolge weder Lehrerinnen noch einige Eltern anfreunden können, begegnete Wundrak-Geritz mit Beispielen, die in anderen Einrichtungen sehr gut von den Schülern angenommen werden. Die Erfahrung aus der alten Grundschule habe außerdem gezeigt, dass Kinder in dem Alter noch gern im Sand spielen und deshalb auch eine Sandkiste in Frage käme.

Der Impuls zur Gestaltung des Schulhofes sei allerdings nicht aus der Schule gekommen, stellte der Bürgermeister klar. "Wenn, dann von Eltern oder aus der Stadtvertretung." Jetzt werde die Beantragung von Fördermitteln geprüft und die Beurteilung von Fachleuten eingeholt, um als nächstes in eine Ausschreibung zu gehen. Den Aufbau der Spiel geräte müssten Fachfirmen vornehmen, der städtische Bauhof sei dazu nicht befugt, unterstreicht der Wariner Bürgermeister. "Wir wollen das nicht lange vor uns herschieben, müssen aber auch beachten, dass im nächsten Jahr die Turnhalle saniert und der Hof vorher nicht so zugebaut wird, dass Geräte dann wieder demontiert werden müssten", erklärt Ankermann.

Schneller Handlungsbedarf bestehe indes an der Feuertreppe. Deren spitze Ecken wurden im Laufbereich zwar leicht abgerundet, stellen aber nach wie vor eine Unfallgefahr dar. "Ach, du Schande", quittierten Einwohner auf der Stadtvertretersitzung Fotos, die Sabine Wundrak-Geritz auf eine Leinwand projizierte.

Zur Grundschule hätten sich jüngst offenbar Fragen und Anregungen, aber auch Kritiken angestaut, hat der Bürgermeister festgestellt. Deshalb werde in seiner Sprechstunde am kommenden Montag, 9. Mai, 18 bis 20 Uhr, im Wariner Rathaus diese Thematik den Schwerpunkt bilden, kündigt Michael Ankermann an. Eltern oder Großeltern sollen die Gelegenheit erhalten, in vertrau lichem Rahmen alles anzusprechen, was sie hinsichtlich der Grundschule bewegt.

Unter die Sanierung des Gebäudes konnte die Stadtvertretung jetzt einen Schlussstrich ziehen, sie genehmigte die korrigierten Mehrausgaben. Die verringerten sich nach Angaben von Anke Mansour, Leiterin des Bauamtes in Neukloster, auf 32 000 Euro. Die erste Abrechnung der Firmen hatte Ende 2010 noch 59 000 Euro ergeben. Einige der zusätzlichen Leistungen wurden als nachvollziehbar anerkannt, mehrere Einzelbeträge jedoch verringert und die Schlussrechnung Los 10 zum Beispiel aufgrund einer Einigung mit der ausführenden Elektrofirma um 4000 Euro gekürzt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen