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Utecht hofft auf Podestplatz im Dörferwettstreit

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erstellt am 02.Mai.2010 | 07:46 Uhr

Campow | Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat in Campow (Gemeinde Utecht) den 7. Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft" eröffnet. In den nächsten Tagen werden sieben Gemeinden von der Bewertungskommission bereist. Dabei sollen die Jurymitglieder herausfinden, welche Gemeinden zu den Top drei gehört und welche Gemeinde das Land im Bundeswettbewerb vertreten wird.

"Es gilt wieder, an die vorangegangenen Wettbewerbe anzuknüpfen. Viermal Gold und viermal Silber für die Gemeinden aus Mecklenburg-Vorpommern auf Bundesebene sind unsere bisherigen Erfolge", so der Minister. Wie bei den vorangegangene Wettbewerben werden auch diesmal alle sieben Gemeinden im Landeswettbewerb für ihr Engagement gewürdigt und der erst-, zweit- und drittplazierte Sieger gekürt. Darüber hinaus werden ihnen jeweils 30 000 Euro Fördermittel in Aussicht gestellt, mit denen Maßnahmen im Rahmen der Richtlinie zur integrierten ländlichen Entwicklung realisiert werden können. "Mit der Bereitstellung dieser zusätzlichen Fördermittel wird die große Bedeutung des Wettbewerbes für den ländlichen Raum gewürdigt", sagte Backhaus. Für Utechts Bürgermeister Andreas Spiewack ist bereits die Teilnahme am Landeswettbewerb eine Auszeichnung. "Vielleicht erreichen wir ja einen Podestplatz. Wir fiebern jetzt dem 11. Mai entgegen", so Spiewack. Dann soll in Schwerin bekannt gegeben werden, welche Gemeinde das Landesfinale für sich entscheiden konnte.

Für den Jurybesuch hatten sich die Einwohner der Gemeinde Utecht nicht sonderlich vorbereitet. "Wir hätten tausend Stiefmütterchen pflanzen können, aber hätten der Jury dann etwas vorgegaukelt. Worauf wir hier stolz sind, ist das Miteinander, das Wir-Gefühl", sagte Spiewack.

Der kleine Ort Campow an der ehemals innerdeutschen Grenze drohte einst von der Landkarte ausradiert zu werden. Dort lebten 1989 nur noch 33 Menschen, kein Schulbus fuhr dorthin. In Utecht gab es damals noch 100 Einwohner. "Inzwischen leben in unserer Gemeinde wieder 400 Menschen", verdeutlicht Spiewack. Damit steht eine Gemeinde im Landesfinale, die von der Größe her nicht ins Wunschschema von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) passt. Er setzt auf größere Gemeinden mit mindestens 500 Einwohnern. Wer darunter liegt, bekommt künftig weniger Finanzzuschüsse.

Neben der Gemeinde Utecht sind Rappin (Landkreis Rügen), Niepars (Nordvorpommern), Prieslich (Ludwigslust), Picher (Ludwigslust), Goldenstädt (Parchim) und Viez (Ludwigslust) für den 7. Landeswettbewerb qualifiziert. Die feierliche Abschlussveranstaltung des Landeswettbewerbes mit der Prämierung der Gemeinden, findet am Freitag, dem 2. Juli in der Siegergemeinde statt.

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