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Lokales

21. August 2017 | 06:45 Uhr

Unternehmer in der Warteschleife

vom

Gadebusch | Erleben, was verbindet - diesen Werbespruch der Deutschen Telekom kann der Gadebuscher Jungunternehmer Jens Bütow nicht mehr hören. Denn der Betreiber des Grillstübchens (vormals Imbiss Thiessenhusen) fühlt sich von dem international agierenden Konzern im Stich gelassen - er wartet seit Wochen auf ein Festnetztelefon. Der Jungunternehmer fürchtet inzwischen um die wirtschaftliche Existenz, muss Umsatzeinbußen hinnehmen. "Ich liefere schließlich auch außer Haus, bin für meine Kunden aber telefonisch nicht erreichbar, um deren Bestellungen entgegen nehmen zu können", sagt Bütow.

Bereits am 1. Juli hatte er nach eigenen Angaben einen entsprechenden Antrag für einen neuen Anschluss gestellt. "Selbstverständlich sollte die Telefonnummer des vorherigen Imbiss Thiessenhusen mit übernommen werden, da viele Kunden diese Nummer kennen", verdeutlicht Bütow. Inzwischen musste der Bistrobetreiber auf ein Mobiltelefon ausweichen, um Warenlieferungen ordern oder älteren Damen nach dem Bistrobesuch ein Taxi bestellen zu können.

"Ich dachte eigentlich, dass die Zeiten vorbei sind, in denen man monatelang auf ein Telefon warten musste", ärgert sich Bütow. Was ihn noch mehr wurmt: "Wenn ich Mitarbeitern der Telekom mein Anliegen geschildert habe, konnten sie mir nicht erklären, was die Probleme sind. Manchmal bin ich auch aus der Leitung geflogen. Schriftliche Antworten habe ich erst gar nicht erhalten." Wenn Jens Bütow nicht so auf die bekannte Telefonnummer angewiesen wäre, hätte er möglicherweise längst den Anbieter gewechselt. "Aber 10 000 Visitenkarten sind nunmal gedruckt. Der neueste Stand ist, dass ich am 28. September einen Anschluss erhalten soll", so der Bistrobetreiber. Er machte den Fall jetzt öffentlich, wandte sich an die SVZ. Ergebnis: Jens Bütow muss nicht bis Ende September auf seinen Telefonanschluss warten. Das Problem soll bereits in wenigen Tagen behoben sein. Jürgen Will von der Pressestelle der Deutschen Telekom AG auf SVZ-Anfrage: "Wir haben Herrn Bütow unter seiner Mobilrufnummer erreicht und ihn über die weiteren Schritte informiert. Für die Unannehmlichkeiten haben wir uns entschuldigt. Wir haben Herrn Bütow mitgeteilt, dass die Leitungserweiterung bis zum Ende der 34. Kalenderwoche abgeschlossen sein wird." Wegen eines Leitungsmangels müsse das bestehende Netz erweitert werden. "Dazu musste auch eine Aufbruchgenehmigung der Stadt eingeholt werden. Sobald die Leitung im System buchbar ist, kann der Auftrag weiter bearbeitet und sein Wunsch umgesetzt werden", so Jürgen Will. Für den Gadebuscher Unternehmer Jens Bütow dürfte dies die erste gute Nachricht seit Wochen sein.

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erstellt am 19.Aug.2010 | 06:36 Uhr

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