Flughafen Parchim: Investor zahlte schon 10 Millionen Euro für Betriebskosten : Unternehmer halten weiter zu Pang

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Die Unternehmer in der Region glauben weiter an Flughafen-Investor Jonathan Pang. "Wir gehen davon aus, dass die Auflagen des Innenministers erfüllt werden", sagt Wolfgang Waldmüller vom Unternehmerverband.

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07. Dezember 2010, 10:13 Uhr

parchim | Die Unternehmer in der Region glauben weiter an Flughafen-Investor Jonathan Pang. "Wir gehen davon aus, dass die Auflagen des Innenministers erfüllt werden", sagte Wolfgang Waldmüller, Regionalleiter des Unternehmerverbandes gestern. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte bis Ende der Woche Nachbesserungen verlangt, sonst werde der Erlass eines Teils des Kaufpreises nicht genehmigt. Von den 30 Millionen Euro, die der Parchim International Airport kosten soll, hatte Jonathan Pang 12 Millionen Euro bezahlt. Vom Rest sollen 12 Millionen Euro nur unter der Bedingung erlassen werden, dass Pang in die Verbesserung der Infrastruktur investiert. So beschloss es der Kreistag im Mai.

Die reichlich spät nachgereichten Forderungen des Innenministers hält Wolfgang Waldmüller für legitim. Die Spielregel sei salopp formuliert klar: Jonathan Pang soll investieren und dafür sorgen, dass genügend Geld vorhanden ist. Pang-Kritikern hält Waldmüller entgegen, dass der Flughafenkäufer bereits seit Jahren in Größenordnungen investiere. Bei geschätzten monatlichen Betriebskosten von 250 000 Euro kommen seit 2007 gute 10 Millionen Euro zusammen - Geld, das ansonsten der Landkreis hätte aufbringen müssen. Auch wenn die Entwicklung hinter den vielleicht zu hoch gesteckten Erwartungen zurückgeblieben sei, wertet Waldmüller die Entwicklung als positiv.

Auch Wolfgang von Rechenberg, SPD-Fraktionschef im Kreistag, setzt auf Jonathan Pang: "Bisher ist er ein Glücksfall. Es wäre töricht, jetzt umzuknicken." Gerade jetzt, wo die Konjunktur anzieht, sollte das Zeitfenster genutzt werden. Denn wie aus Logistikkreisen zu hören ist, könnten heute schon weit mehr Flugzeuge als bisher in Parchim landen. Nur dafür müssten Tower und Vorfeld ausgebaut werden, was nicht ohne Zustimmung des Innenministers geht.

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