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FC Hansa Rostock - Sonnabend 14 Uhr in ausverkaufter DKB-Arena : "Uns erwartet ein heißer Tanz"

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"Uns erwartet ein heißer Tanz. Dessen sind wir uns bewusst. Aber wir vertrauen auf unsere Stärken. Am Wochenende wird Dynamo geschlagen. Etwas anderes zählt nicht", erklärt Hansa-Kapitän Sebastian Pelzer.

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erstellt am 08.Apr.2011 | 10:27 Uhr

Rostock | "Uns erwartet ein heißer Tanz. Dessen sind wir uns bewusst. Aber wir vertrauen auf unsere Stärken. Am Wochenende wird Dynamo hier geschlagen. Etwas anderes zählt nicht. Wir steigen definitiv auf", erklärt Hansa-Kapitän Sebastian Pelzer mit Blick auf das heutige Ost-Duell am 32. Spieltag der 3. Liga gegen Dynamo Dresden. Die Voraussetzungen für einen tollen Fußball-Nachmittag sind gegeben. Das Stadion ist mit 24 200 Zuschauern ausverkauft. Alle fiebern dem Hit ent-gegen. Auch bei den Rostocker Kickern ist die Vorfreude groß. "Das sind die Partien, für die man Profi geworden ist", sagt "Pelle", der von Oktober 2006 bis Januar 2009 insgesamt 60 Einsätze für Dresden absolviert hat und zwischenzeitlich sogar Kapitän war. Dies interessiert den 30-Jährigen heute aber nicht mehr: "Ich spiele jetzt für Hansa Rostock und bin stolz, ein Teil dieser Mannschaft zu sein."

Dass ihm Dynamo-Kapitän Thomas Hübener bei der Seitenwahl vor dem Hinspiel (2:2) den obligatorischen Handschlag verwehrte, juckt ihn ebenfalls nicht: "Ich werde ihm diesmal meine Hand wieder hinstrecken. Mal schauen, wie er dann reagiert."

Für den 2:2-Ausgleich in Dresden vor knapp einem halben Jahr sorgte Björn Ziegenbein. Der Mittelfeldmann dürfte nach seiner kurzen Denkpause - in Heidenheim wurde er erst in der 74. Minute eingewechselt und erzielte anschließend den 2:1-Siegtreffer - wieder in die Anfangsformation zurückkehren. "Wir freuen uns auf dieses Ost-Duell. Es wird sicherlich ein Super-Ding werden. Alle sind heiß drauf", verrät der 24-Jährige.

Mit einem Erfolg könnten die Rostocker einen weiteren Kontrahenten selbst eliminieren. Bei noch sechs ausstehenden Runden würde der Vorsprung auf Dynamo dann satte und uneinholbare 21 Zähler betragen. Fürs Team ein zusätzlicher Ansporn. "Rostock gegen Dresden ist immer ein brisantes Duell. Wir hoffen natürlich, dass wir unsere Serie fortsetzen können, und natürlich wäre es gut, wenn wir mit Dynamo schon einen Gegner weghaben", so Abwehrchef Michael Wiemann, der fest an eine Rückkehr des FCH in die 2. Liga glaubt: "Davon sind wir alle überzeugt. Ich denke, dass wir noch zwei iege brauchen. Und je schneller wir sie holen, um so besser ist es."

Hansa-Coach Peter Vollmann versucht möglichst viel Brisanz aus der Begegnung zu nehmen. "Ich erhoffe mir ein Fußball-Fest, in dem die Mannschaften und Fans emotional, aber fair miteinander umgehen", sagt der 53-Jährige.

In der ihm eigenen Vollmannschen Art kümmert er sich dabei recht wenig um den Gegner, sondern versucht nur die Dinge zu beeinflussen, über die er auch bestimmen kann: "Ich kann nicht sagen, wie Dynamo hier auftritt. Für uns ist es nur wichtig, dass wir uns auf uns konzentrieren und die Spiele gewinnen. Dann fällt der Rest von ganz alleine vom Tisch. Und ich bleibe dabei: Erst wenn alles sicher ist, kann ich mich auch freuen."

Für den Fußball-Lehrer ist der Vergleich des Zweiten mit dem Sechsten "ein ,Fifty-Fifty-Spiel. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Lokalderbys immer etwas speziell sind, gerade was die Emotionen betrifft. In dieser Partie ist einfach alles möglich. Wir werden unsere Hausaufgaben machen, bereiten uns wie gewohnt akribisch auf den Gegner vor. Der entscheidende Faktor wird aber sein, wie sich die Mannschaft an den Plan halten wird. Dabei kommt der kühle Kopf ganz klar vor der Emotionalität", erklärt Vollmann.

DAS SPIEL

Mögliche Start-Elf: Hahnel – Schyrba, Wiemann, Stoll, Pelzer – Pannewitz,
R. Müller – Ziegenbein, Lartey, Jänicke – Schied.

Schiedsrichter:
Das Duell steht unter der Leitung von Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin). Die Assistenten des 29-Jährigen sind Christoph Bornhorst (Damme/Niedersachsen) und Sebastian Schmickartz (Berlin).

Ausverkauft:
Die DKB-Arena ist mit 24 200 Zuschauern ausverkauft. Eine Anreise ohne Ticket ist zwecklos.

Gelb-Sperre droht: Die Rostocker Björn Ziegenbein, Peter Schyrba (je 4) sowie Kevin Pannewitz (9) müssten bei der nächsten Gelben Karte für eine Partie aussetzen.

Positive Heimbilanz:
Von 27 Duellen mit Dresden in Rostock konnte der FCH elf gewinnen, hinzu kommen elf Remis. Den letzten Erfolg gab es vor knapp 20 Jahren in der Erstliga-Saison 1991/92 mit 3:0.

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