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Lokales

19. Oktober 2017 | 04:00 Uhr

Unruhe zur Vernissage

vom

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erstellt am 03.Apr.2011 | 05:29 Uhr

Rostock | "Unruhe" ist der Titel einer neuen Ausstellung in der Kunsthalle, in der seit Sonnabend Bilder von Thomas Hartmann zu sehen sind. Zur Vernissage drückte der Leiter der Kunsthalle, Dr. Jörg-Uwe Neumann, vor knapp 200 Besuchern seine Freude über die erste Malerei-Schau in diesem Jahr aus: "Zu sehen sind extrem erzählende Arbeiten, ganz intensive Bilder zum Schwelgen." Den Titel erklärt der auch als Kunstprofessor tätige Hartmann mit dem, was ihn antreibt: "Dorthin zu gelangen, wo ich noch nicht war - und laufen."

So sind die Motive der 56 teilweise extrem großformatigen Werke sehr vielfältig. Einen Schwerpunkt jedoch bilden Menschenmengen, die sehr konzipiert, wie Schwärme wirken. "Das Geheimnis liegt hier in der Anordnung der Leute, manchmal male ich nur einen Menschen pro Tag", kommentiert Hartmann sein Bild Circum (244 x 480 Zentimeter), auf dem rund 30 000 etwa vier Zentimeter große Personen gemalt sind. Eine konkrete Botschaft wolle er damit jedoch nicht ausdrücken, ihn interessiere eigentlich nur die Malerei als solche. So lasse er sich zu den insgesamt gegenständlichen Motiven mitunter zum Beispiel auch durch das Rollen einer bemalten Tonne über die Leinwand inspirieren. Manchmal übermale er auch schon fertige Bilder noch kurz vor dem Beginn einer Ausstellung.

"Thomas Hartman ist ungeheuer vielseitig," beschreibt Galerist Hubert Schwarz den in Berlin arbeitenden Künstler. "Seine Bilder verschlagen mir die Sprache, erhöhen den Pulsschlag."

Hartmann, der im Rahmen einer Sammelausstellung Anfang der 1990-er Jahre schon einmal mit einem Bild in der Kunsthalle Rostock zu sehen war, fühlt sich mit der Hansestadt durch die Nähe zum Meer verbunden. Die Kunsthalle beeindrucke ihn durch eine in musealer Hinsicht ideale, minimalistische Architektur. "Solche Räume wie hier im Obergeschoss wünscht sich wohl jeder Künstler."

Die wandernde, von dem Weserburg/Museum für moderne Kunst und der Erfurter Kunsthalle als Gemeinschaftsprojekt konzipierte Ausstellung ist noch bis zum 8. Mai zu sehen.

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