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Lokales

19. November 2017 | 20:48 Uhr

Universitätsklinik auf Streik vorbereitet

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erstellt am 03.Nov.2011 | 07:47 Uhr

Rostock | Die Rostocker Universitätsklinik ist nach Worten ihres Ärztlichen Direktors, Peter Schuff-Werner, auf den am kommenden Montag beginnenden Ärztestreik vorbereitet. Er verwies gestern auf eine mit der Ärztegewerkschaft Marburger Bund geschlossene Notdienstvereinbarung, die in dieser Form auch für die Universitätsklinik in Greifswald gültig ist.

In der Vereinbarung werde festgelegt, dass auch der Marburger Bund für das Aufrechthalten von lebensnotwendigen Therapien verantwortlich ist. Die medizinische Versorgung an den Streiktagen sei mit der an einem Wochenende zu vergleichen, sagte Schuff-Werner.

Vom kommenden Montag an sind bundesweit rund 20 000 Universitätsärzte zur Teilnahme am einem unbefristeten Streik aufgerufen. Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen solle so die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf der Arbeitgeberseite an den Verhandlungstisch gezwungen werden, hieß es vom Marburger Bund.

Die Ärzte fordern unter anderem tarifliche Verbesserungen von 6,3 Prozent, was von der Tarifgemeinschaft abgelehnt wird. Sie hat den Streik als vollkommen unangemessen bezeichnet.

"Die knapp 400 Rostocker Ärzte sind darauf hingewiesen worden, dass sie zur Hilfeleistung verpflichtet sind und dies nicht verweigern können", sagte Schuff-Werner. Beim Eintritt von schwerwiegenden Ereignissen könne der Streik auch jederzeit unterbrochen werden.

Nach Einschätzung des Chefs des Universitätsklinik ist die Streikbereitschaft unter der Belegschaft hoch. Dies gelte besonders für die Ärzte, die noch nicht in der Hierarchie aufgestiegen sind. Falls der Streik wie angekündigt bis zu drei Wochen dauere, rechnet Schuff-Werner mit finanziellen Verlusten in Höhe von zehn Millionen Euro.

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