Universität am Steuer-Pranger

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15. Oktober 2009, 09:10 Uhr

Rostock | Die Rostocker Universität steht am Pranger. Der Bund der Steuerzahler wirft der Hochschule in seinem gestern vorgelegten "Schwarzbuch 2009" Verschwendung vor. Die Alma Mater wird kritisiert, weil sie ein neues Logo und einen Internetauftritt für 250 000 Euro bei einer Nürnberger Werbeagentur in Auftrag gab. Doch sei der erste Logo-Entwurf der Agentur auf wenig Akzeptanz gestoßen. "Er musste nachgebessert werden, so dass das alte Siegel der Uni wieder Platz gefunden hat", heißt es im Bericht.

Dass ein Design auch für deutlich weniger Geld zu bekommen sei, zeige das neue Logo für die Palliativstation des Rostocker Uniklinikums. Studenten des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Wismar entwarfen sechs Vorschläge, aus denen gewählt werden konnte. "Kostenpunkt: Keine 250 000 Euro", so der Steuerzahlerbund.

"Es handelt sich dabei um eine korrekte Ausschreibung für einen Internetauftritt, eine Kommunikationsstrategie und ein neues Corporate Design. Der für dieses Paket von uns gezahlte Preis ist marktgerecht", sagt Rostocks Uni-Sprecher Dr. Ulrich Vetter.

Die Hansestadt ist auf der Liste der Steuersünden mit einem weiteren Beispiel vertreten. Denn mehr als 100 000 Euro kostete ein rund 100 Meter langer Kröten-Weg über einen Parkplatz in Wilhelmshöhe im Küstenwald. Warum nicht ein kostengünstigerer Tunnel, der den Umbau des gesamten Parkplatzes erspart hätte? Diese Frage beantwortet die Stadt laut Steuerzahlerbund damit, dass die Luft darin zu schlecht für die Kröten sei.

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