Unglück beim Baden: Witziner tot im See

<fettakgl>Rettungskräfte bergen </fettakgl>den Ertrunkenen aus dem Ortmannsee. Der 68-Jährige ist der siebte Badetote 2010 in MV.<foto>René Zwenzner</foto>
Rettungskräfte bergen den Ertrunkenen aus dem Ortmannsee. Der 68-Jährige ist der siebte Badetote 2010 in MV.René Zwenzner

svz.de von
26. Juli 2010, 08:12 Uhr

Witzin | Tragischer Abschluss des Dorffestes in Witzin: Ein 68-jähriger Mann verunglückte am Sonntagabend im Ortmannsee. Landesweit ist dies der siebte Badetote in diesem Jahr. Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat eine Obduktion des Leichnams beantragt, um die Todesursache zu ermitteln. "Wir haben bisher keine Anzeichen für Fremdverschulden", sagte gestern der Leitende Oberstaatsanwalt Gerrit Schwarz. Der 68-Jährige soll Diabetiker gewesen sein.

Innerhalb von drei Wochen registrierte die Wasserschutzpolizei MV den zweiten Badetoten im Raum Sternberg/Warin. Am 3. Juli ertrank eine Frau im Glammsee (SVZ berichtete). Landesweit seien in der Saison bisher zehn schwere Badeunfälle bekannt, sagte gestern Manfred Theelke von der Wasserschutzpolizei. In drei Fällen seien Menschen schwer verletzt worden. Für die Polizei seien diese Zahlen keine Überraschung: "In den warmen Wetterperioden häufen sich diese Unfälle", so Theelke. Im Vorjahr habe es sieben Tote und einen Verletzten gegeben - ähnliches Niveau wie 2010. "Aber die Saison ist noch nicht vorbei", so Theelke.

Der 68-jährige Mann war gegen 19 Uhr im Ortmannsee nahe Witzin baden gegangen. Plötzlich, so sagen es Zeugen aus, sei er untergegangen. Die alarmierten Rettungskräfte wie Feuerwehren Witzin, Sternberg, Polizei und DRK nahmen die Suche auf.

"Dazu sprangen unsere Kameraden ins Wasser und tauchten nach dem Mann", erzählt Witzins Wehrführer Edwin Schmied. Unter den tauchenden Helfern auch Baldur Beyer, ein Freund des Verunglückten, der an den See eilte. Werner Kröplin, der Chef des örtlichen Anglervereins, der gerade fischen wollte, half ebenfalls bei der Suche. Als die Kameraden aus Sternberg mit ihrem Schlauchboot eintrafen, wurde die Suche verstärkt. 35 Feuerwehrleute waren vor Ort, acht Kameraden tauchten im Wasser. Dann das Zeichen: Wir haben ihn. Gemeinsam zogen die Einsatzkräfte den leblosen Körper an Land und begannen sofort mit dem Versuch der Wiederbelebung. Erfolglos.

Der Ertrunkene war ein bekannter Handwerker in Witzin. Bürgermeister Bruno Urbschat war gestern nach einem Besuch bei der Witwe sehr traurig: "Wir als Gemeinde werden helfen, wo wir können."

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