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Lokales

24. Oktober 2017 | 04:28 Uhr

Und das Wasser nimmt seinen Lauf

vom

svz.de von
erstellt am 17.Aug.2010 | 05:35 Uhr

Perleberg | Hans-Ulrich Schulz ist sichtlich sauer. Immer wenn es wie aus Kannen gießt, dann bahnt sich Regenwasser von der Reetzer Straße seinen eigenen Weg und sammelt sich an seinem Grundstück. Als die Reetzer Straße von einer Landesstraße in die Baulast der Stadt überging, wurde der Gehweg zurückgebaut, ebenso der asphaltierte Übergang, der in einen Schleichweg führt. Jener wird von vielen Bewohnern der Sophienstraße gern als Abkürzung genutzt, wie Schulz berichtet. Durch den Rückbau kommt mit jedem ordentlichen Regenguss nicht nur das Wasser von der Straße, sondern jenes führt auch jede Menge Sand mit. Die provisorisch angelegte Rinne, in der alles in Richtung Feld abfließen soll, setzt sich im Handumdrehen zu und dann bahnt sich das Nass anderswo seinen Weg, eben Richtung Grundstück.

Dass Regenwasser von der Straße auf Grundstücke fließe, sei nicht im Sinne des Erfinders. Da sei die Stadt in der Pflicht und werde diese auch im Zuge der Sanierung der Reetzer Straße erfüllen, sprich für Abhilfe sorgen. Das habe man Herrn Schulz auch schriftlich mitgeteilt und auch, dass man derzeit leider noch keinen Zeitrahmen nennen könne, wann in der Reetzer gebaut werde, so Bauamtsleiter Wolf-Rüdiger Bleeck auf Nachfrage. Ein Umstand, der Hans-Werner Schulz alles andere als befriedigt.

Er führt zudem ins Gefecht, dass er bereit sei, diese einstige Zufahrt wieder ordentlich zu befestigen, so dass das Problem mit dem Sand Vergangenheit wäre. Doch der obere Teil sei öffentlicher Bereich, die Arbeiten dürfen laut Satzung der Stadt nur von Fachfirmen ausgeführt werden.

"Wenn ein Grundstückseigentümer eine Zufahrt errichten möchte, muss er das nur bei uns beantragen. In der Regel werde das dann auch genehmigt, allerdings auch an Vorgaben geknüpft", so Bauamtsleiter Wolf-Rüdiger Bleeck.

Im privaten Bereich sind die Vorgaben etwas anders gelagert, als wenn öffentlicher Bereich überbaut werde. Bei letzterem spielen Fragen der Gewährleistung eine wichtige Rolle wie auch der Versicherung. Ein Baubetrieb muss die Vorgaben realisieren, sonst wird die Arbeit nicht abgenommen. Auch die Berufsgenossenschaft achte streng darauf, was wie im öffentlichen Bereich gebaut werde.

Der Rückbau des Gehweges sei erfolgt, da dieser über ein privates Grundstück führte. "Nach der Wende wurde er angelegt, da standen hier noch Blöcke der heutigen GWG", erinnert sich der Bauamtsleiter. Inzwischen ist das Privatbesitz, und da könne die Stadt nicht einfach einen öffentlichen Weg rüber führen.

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