Unbeschwert durch die Eiszeit

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02. Dezember 2010, 07:16 Uhr

Die frostigen Temperaturen und der Schnee werden uns noch einige Tage begleiten. Wir haben Tipps zusammengestellt, wie Sie sicher durch die Eiszeit kommen und sich dabei sogar wohlfühlen können.

Zitrone gegen Frieren
Glühwein und andere alkoholhaltige Getränke wärmen frierende Weihnachtsmarktbesucher nur kurzzeitig. Nachhaltige Wärme von innen liefern dagegen eine heiße Zitrone, ein heißer Tee oder alkoholfreier Punsch. Die Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt außerdem, dazu Vollkornkekse, Schmalzkuchen und etwas Stollen zu essen. Der dadurch dem Körper zugeführte Zucker gelange aufgrund hoher Ballaststoffanteile und Fettgehalte nur langsam ins Blut und führe so zu einem länger anhaltenden Energie- und Wärmefluss. Alkohol dagegen sorgt nur kurzfristig für mehr Wärme, erläutern die Verbraucherschützer: Er erweitert zunächst die Blutgefäße und sorgt für eine bessere Durchblutung. Zugleich wird er aber über die Leber abgebaut, und der Blutzuckerspiegel sinkt. Die Muskulatur bekommt dann nicht mehr ausreichend Energie, und die Körpertemperatur gibt nach. Alkoholische Getränke mit Zucker zu süßen, hilft ebenfalls nicht: Das dadurch ausgeschüttete Insulin entfernt nicht mehr als die zugeführte Portion Zucker aus dem Blut. Die Folge ist sogar ein noch schnelleres Frieren.

Glühwein zubereiten
Für Glühwein eignen sich ganze Gewürze am besten. So lässt sich verhindern, dass er trüb wird. Gut geeignet sind kräftige rote und weiße Weine. Sie sollten nicht kochen, sondern im Topf zusammen mit Zimtstange, Gewürznelken, Kardamom, Koriander und Sternanis nur erhitzt werden, erläutert der Verbraucherinformationsdienst aid auf seinem Portal was-wir-essen.de. Wer einen alkoholfreien heißen Weihnachts trunk zubereiten möchte, würzt zum Beispiel heißen Traubensaft mit Zimt, Nelken sowie Kardamom und fügt Rosinen und Mandeln hinzu.


Gassi gehen
Bei frostigen Temperaturen und Schnee sollten Hundebesitzer auf ausgiebige Spaziergänge mit ihrem Tier besser verzichten. "Schon bei minus 10 Grad leiden die Ohren- und Schwanzspitzen", erklärt Tierärztin Brigitte Ballauf aus München. Vor allem bei starkem Wind seien Erfrierungen möglich. Der Auslauf sollte bei Kälte auf maximal eine Dreiviertelstunde begrenzt werden, rät die Ärztin, die dem Klein- und Heimtierausschuss der Bundestierärztekammer angehört. Eventuell könnten Halter mehrere kurze Auslaufrunden über den Tag verteilt einplanen statt eine ausgedehnte.

Mit dem Auto unterwegs
Im Winter sollten Autofahrer immer eine warme Decke und ausreichend Flüssigkeit im Wagen mitnehmen. "Um im Notfall eine Nacht im Auto zu überstehen, sollte immer eine dicke Wolldecke im Kofferraum liegen", empfiehlt Christian Buric vom ADAC. Kommt es zu einem mehrstündigen Stau, sollten Autofahrer außerdem genug Flüssigkeit griffbereit haben. "Das ist besonders wichtig, wenn Kinder an Bord sind." Bei ihnen mache sich ein Flüssigkeitsmangel am schnellsten bemerkbar. Am besten sei eine Thermoskanne heißer Tee.


Hundepfoten schützen
Hundehalter sollten die Pfoten ihrer Tiere bei Schnee und Eis mit Vaseline schützen. So könne das Streusalz auf Gehwegen den Pfoten nichts anhaben. Darauf weist die Tierrechtsorganisation Peta hin. Das Salz verursache oft Risse in den Fußballen. Zudem schleckten es die Hunde nach dem Spaziergang ab, was zu Magen-Darm-Problemen führen kann. Bei Hunden mit langem Fell bleiben oft Schneeballen hängen, die dann zu Eisklumpen gefrieren. Das Fell sollte an diesen Stellen besser gestutzt werden.

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