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Täter stach bei Deibow mit einem scharfen Gegenstand zu : Unbekannter Tierquäler verletzt Stute

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Grausiges Geschehen auf einer Weide: Ein Unbekannter verletzte eine Haflingerstute mit einem tiefen Schnitt in den linken Hintermittelfuß. Die Besitzerin entdeckte die Tat, als sie ihre Pferde in den Stall holen wollte.

Deibow | Grausiges Geschehen auf einer Weide bei Deibow: Ein Unbekannter verletzte eine Haflingerstute mit einem tiefen Schnitt in den linken Hintermittelfuß. Mit Entsetzen entdeckte die Besitzerin Susan Bolte die Tat, als sie ihre Pferde am Pfingstsonntag von der Weide, die nur etwa 1500 Meter vom Haus entfernt liegt, in den Stall holen wollte. Sofort alarmierte sie die Polizei und auch den Tierarzt. "Die fünf Stuten wirkten sehr verstörrt und nicht so zutraulich wie sonst. Meine Lieblingsstute lahmte und blutete stark."

Die fünfjährige Stute "Elanda", die jetzt bei Deibow von einem Tierquäler verletzt wurde, weist eine etwa drei Zentimeter breite und fünf bis sechs Zentimeter lange Schnittwunde auf. Wie der umgehend hinzugezogene Tierarzt festgestellt habe, sei der Schnitt sehr tief gesetzt worden, so dass die Sehne völlig durchtrennt wurde, berichtet die 31-Jährige erschüttert weiter. Der aufs Grausamste vorgegangene Täter müsse mit brutalster Kraft zugestochen haben. Dass sich das Tier selbst verletzt habe, so die junge Deibowerin, hält der Tierarzt aufgrund des Aussehens der Wunde für ausgeschlossen. Mehrere Indizien sprächen dafür, dass jemand auf die Stute mit einem scharfen, messerähnlichen Gegenstand eingestochen habe. Das Tatwerkzeug sei nicht gefunden worden, so die Besitzerin. Lebensbedrohlich sei die Verletzung nicht, doch als Susan Bolte das Tier am Pfingstsonntag gegen Abend von der Weide holen wollte, habe es sich kaum bewegt und sei offenbar von starken Schmerzen geplagt gewesen. Inzwischen bekommt die Stute Schmerzmittel und Antibiotika. Das Bein ist noch immer stark angeschwollen, genäht wurde die Wunde in drei Schichten. Ein Angussverband sorgt dafür, dass das Tier nicht allzu große Schmerzen hat. Vorerst heißt es für die Besitzerin, abzuwarten, wie das Pferd mit der üblen Verletzung fertig wird. Schlimmstenfalls werde die Stute weder als Reit - noch als Kutschpferd zu nutzen sein. Besonders bitter: Das Pferd ist eine Staatsprämienstute, die im Jahre 2009 beispielsweise auf der Mela Siegerstute über alle Pony- und Spezialrasse wurde. "Der Täter muss über beste Ortskenntnisse verfügen. Denn die Koppel liegt versteckt, ist von keiner Seite einsehbar. Außerdem haben wir einen frischen Trampelpfad entdeckt. Offenbar stammt der vom Täter", berichtet Susam Bolte, die sich seit ihrem neunten Lebensjahr mit Pferden beschäftigt und sie mittelweile nicht nur leidenschaftlich gern reitet, sondern auch selber züchtet.

Die Ludwigsluster Polizei ermittelt nun in dem Fall. Die Indizien sprächen mittlerweile dafür, dass sich das Pferd die Wunde nicht selbst zugefügt habe, erklärt Polizeisprecher Klaus Wiechmann auf SVZ-Nachfrage. "Vieles deutetv darauf hin, dass das Pferd von einem unbekannten Täter verletzt worden ist. Wir ermitteln in alle Richtungen wegen des Verdachtes eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz."

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erstellt am 15.Jun.2011 | 04:27 Uhr

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