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Lokales

20. November 2017 | 10:51 Uhr

Umschlag bricht um 20 Prozent ein

vom

svz.de von
erstellt am 22.Jan.2010 | 05:53 Uhr

Rostock | Umschlagseinbruch im Rostocker Seehafen: Die Hafenentwicklungsgesellschaft (Hero) hat im Jahr 2009 einen Rückgang von einem Fünftel verzeichnet. Mit 21,2 Millionen Tonnen Gütern, die über die Kaikante gingen, unterbot der Seehafen das vorangegangene Jahr mit 20 Prozent.

Nachdem das Jahr durch die anhaltende Wirtschaftskrise bereits schlecht angefangen hatte, konnten die Hafenunternehmer die Lage nicht mehr retten. Doch für die folgenden Jahre prognostiziert Ulrich Bauermeister, Hero-Geschäftsführer, wieder einen Anstieg: "Wir schwimmen in einem Wellental und die nächste Welle kommt mit Sicherheit."

Noch verzeichnen alle Hauptgüter einen Rückgang im Vergleich zum Rekordjahr 2008. Mit vier Millionen Tonnen sanken der Umschlag von Flüssiggütern um 14 Prozent, der von Schüttgütern mit derzeit 5,4 Millionen um neun Prozent. Der Rückgang von Stückgütern beläuft sich mit 411 000 Tonnen auf 35 Prozent. "Besonders starke Verluste verzeichnet der Fähr- und Ro/Ro-Verkehr", sagt Bauermeister. Mit 11,8 Millionen Tonnen bricht das Ergebnis um 26 Prozent ein. 300 000 Reisende weniger nutzten 2009 die Verbindungen nach Dänemark, Schweden, Finnland und Lettland. Somit transportierten die Fähren nur noch 2,1 Millionen Menschen. Als etwas erfreulicher sieht der Hero-Geschäftsführer, den nur mäßigen Rückgang beim kombinierten Ladungsverkehr mit lediglich acht Prozent Rückgang. Stabile Einnahmen aus Pacht, Immobilien und Dienstleistungen lassen den Hafen aber weiterhin schwarze Zahlen schreiben. Auch den Ausbau setzt die Hero weiterhin fort. "Im vergangenen Jahr haben wir 24,5 Millionen Euro in die Hafeninfrastruktur gesteckt", bestätigt Bauermeister. Darunter wurden die Liegeplätze 35 und 36 saniert und die Arbeiten für die Liegeplätze 37 und 25 begonnen. Darüber hinaus erschloss die Hero auf etwa fünf Hektar Gewerbeflächen und richtete ein Umspannwerk ein.

35 Millionen Euro will das Unternehmen in diesem Jahr in den weiteren Hafenausbau investieren. Mit einem Löwenanteil von 20 Millionen Euro erweitert die Hero künftig den nördlich gelegenen Pier III. Auf insgesamt zwölf Hektar entstehen bis 2012 Produktionsflächen, die dann für die Herstellung von Liebherr-Fördergeräten zur Verfügung stehen sollen. In den nächsten Jahren folgt eine Vertiefung des Seekanals von 14, 5 auf 16,5 Meter und der Anbindungsausbau an die A19. Auch Verkehrsminister Volker Schlotmann sieht weitere finanzielle Unterstützung für den Hafen vor: "Wir stehen in schwierigen Zeiten zum Seehafen Rostock."

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