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Lokales

26. September 2017 | 22:00 Uhr

Umgehung: Kompromiss für die Laak

vom

svz.de von
erstellt am 05.Okt.2010 | 07:09 Uhr

Hagenow | Die jüngsten Planungen für die lange gewollte Hagenower Ortsumgehung sind am Montag Abend auf einer Informationsveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Allerdings blieben die Fachleute fast unter sich, da die Veranstaltung nur wenigen bekannt war.

Diejenigen, die da waren, bekamen zum ersten Mal seit vielen Monaten neue Fakten zu dem in Hagenow sehr umstrittenen Projekt. Das Straßenbauamt hat sich mit den beauftragten Planern Gedanken gemacht, wie der konkrete Verlauf der Umgehung im Zuge der B 321 sein könnte.

Im Mittelpunkt der Vorstellungen stand dabei der Bereich des Wohngebietes An der Laak und dessen Anbindung an die künftige Umgehung sowie der Lärmschutz. Zuvor war klargestellt worden, dass es nach dem Raumordnungsverfahren nur noch eine Variante gibt, die geplant wird und das ist die stadtnahe Variante 2. Die von einigen Bürger geforderte Trassenvariante 5a ist vom Tisch. Klarer Grund: Die Variante hätte nicht nur das Landschaftsschutzgebiet Bekow durchschnitten, sondern vor allem etliche Fledermausarten gefährdet.

Nun also die von den Experten von vornherein geplante Variante zwei. Da stellte Thomas Taschenbrecker mit seinen Spezialisten am Montag gleich drei Teilbereiche vor. Die Anbindung der neuen Straße im Osten und im Westen der Stadt sowie die umstrittene Trassenführung an der Wittenburger Straße in der Nähe des Wohngebietes An der Laak.

Hier liegt erstmals eine genauere Variante vor, und es gibt einen neuen Vorschlag, der maximalen Lärmschutz mit einer Anbindung des Wohngebietes vereint. Diese Variante ist auf unserer Karte rot dargestellt, der Kreisel würden mit einem Damm und einer Brücke über die neue Umgehung führen. Zugleich würden Lärmschutzwände nicht die Laaker, sondern auch den Kietz wirksam abschirmen. Nachteil: Wer von der Laak in Richtung Hamburg will, muss ein paar Umwege fahren. Die ursprüngliche Variante (auch in der Karte enthalten) sah eine einfache Brücke vor. Zugleich würde die jetzige Landesstraße nach Wittenburg gekappt und an der Bahnlinie entlang zur neuen Umgehung geführt. Nebeneffekt, der eben erst fertig gestellte Bahnübergang wäre überflüssig. Das Ganze ist nur ein Vorschlag, doch alle anderen Varianten würden Lücken in den gut vier Meter hohen Lärmschutzwänden bedeuten.

Im Osten Hagenows, auch das wurde am Montag erklärt, würde die Umgehungsstraße schon auf halber Höhe zwischen Bundeswehrkaserne und Tankstelle eine Verbindung von der Toddiner Chaussee bekommen. Auf der anderen Stadtseite, im Westen, soll die geplante Anbindung an die Tarnow-Straße in Richtung Stadt verschwenkt werden. Sinn der Sache: Die Anbindungen an die Umgehung sollen möglichst stadtnah verlaufen und so den Entlastungseffekt für Hagenow verstärken.

Trotz der Planungen wird frühestens in ein paar Jahren mit dem Bau begonnen werden können, wenn alles glatt läuft. Dennoch, so Amtsleiter Taschenbrecker, sei die Umgehung eine Chance für Hagenow. Er verstehe die Meinungen der Menschen, die an der Laak wohnten. Doch sie und der Investor hätten vorher gewusst, dass die Umgehungsstraße geplant war. Für die Masse der Hagenower würde die Umgehung klare Vorteile bringen. Weitere Informationsveranstaltungen zu den nächsten Planungsschritten sollen folgen.

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