Gadebusch: Amtsantritt im Januar geplant

: Ulrich Howest baut Vorsprung aus

Enttäuschung und Erleichterung waren zu spüren, als  im  Vorraum des Rathauses die Kandidaten als auch Wahlhelfer der einzelnen Bewerber die  Wahlergebnisse betrachteten. volker Bohlmann
Enttäuschung und Erleichterung waren zu spüren, als im Vorraum des Rathauses die Kandidaten als auch Wahlhelfer der einzelnen Bewerber die Wahlergebnisse betrachteten. volker Bohlmann

Die Wahl des Bürgermeisters von Gadebusch ist korrekt verlaufen. Dies bestätigte der stellvertretende Wahlleiter Jankowski nach der Tagung des Wahlprüfungsausschusses: "Es gab nichts zu beanstanden."

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30. November 2010, 11:05 Uhr

Damit stehen das endgültige Wahlergebnis und die Tatsache fest, dass Ulrich Howest als Kandidat der SPD seine Position gegenüber der Wahl in 2002 weiter ausbauen konnte. Mit 55,92 Prozent gegenüber 53,42 Prozent in 2002 verschaffte sich Howest einen deutlichen Vorsprung. Die CDU, die am Wahlabend ihre herbe Niederlage eingestand, verlor mit Kandidatin Ingrid Schafranski (17,34 Prozent) gegenüber 2004 mit 46,58 Prozent erheblich an Zuspruch.

Ebenso erreichten die beiden parteilosen Bewerber Ulf Bartel (21,37 Prozent) und Gunnar Eichler (5,37 Prozent) ihre Ziele nicht. Sämtliche Gegenkandidaten von Ulrich Howest starteten mit dem Anspruch, der Kommunalpolitik in Gänze eine neue Ausrichtung zu geben. Honoriert wurde das Wahlversprechen nicht. In allen vier Wahlkreisen sicherte sich Howest die Stimmen. Insbesondere im Wohngebiet Erich-Weinert-Straße mit dem Wahllokal in der Seniorenwohnanlage holte der SPD-Mann mit 64,36 Prozent sein bestes Ergebnis (Ulf Bartel 17,28; Ingrid Schafranski 14,04; Gunnar Eichler 4,32 Prozent).

Im Wahlbezirk 2, Heinrich-Heine-Straße, konnte Ulrich Howest 60,05 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen (Ulf Bartel 20,59; Ingrid Schafranski 13,48; Gunnar Eichler 5,88 Prozent).

Im Wahlbezirk 3 mit dem Schützenhaus sicherte sich der neue Bürgermeister 46,03 Prozent (Ulf Bartel 29,56; Ingrid Schafranski 18,06; Gunnar Eichler 6,35 Prozent). Die Briefwahlunterlagen kamen im Wahlbezirk 4, Grundschule Amtsstraße, zur Auszählung. Hier erreichte Howest ein Ergebnis von 55,26 Prozent (Ingrid Schafranski 20,28; Ulf Bartel 19,31; Gunnar Eichler 5,15 %).

Allen Parteien und Wählergemeinschaften monierten allerdings die rückläufige Wahlbeteiligung. Gingen 2002 noch 53,1 Prozent aller Wahlberechtigten zur Stimmabgabe, waren es am Sonntag 47,38 Prozent von insgesamt 4375 Bürgern ab dem 16. Lebensjahr.

Dass es letztlich nicht zur Stichwahl kam, ist auf das deutliche Ergebnis zurückzuführen. Howest erhielt 1290 aller abgegebenen Stimmen. "Für einen Wahlsieg gereicht hätten 1154" sagt Matthias Jankowski. Die Stadt Gadebusch wird heute die Wahlergebnisse offiziell bekannt geben. Voraussichtlich im Januar muss die Stadtvertretung über die Bürgermeisterwahl abschließend befinden, bevor Ulrich Howest seine zweite Amtszeit, diesmal im Ehrenamt, im Gadebuscher Rathaus antreten kann. Die Legislaturperiode läuft bis zum Wahljahr 2014. Gerhard Kröger (CDU) wird bis zur Übernahme im Januar die Amtsgeschäfte als stellvertretender Bürgermeister führen.

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