Ufer soll für alle zugänglich werden

Noch ist das Areal der alten Waisengärten vor allem Kleingärtnern und Wassersportlern vorbehalten. Die Pläne des neuen Eigentümers sehen eine Öffnung und städtebauliche Entwicklung  vor, die den grünen Charackter des Areals erhalten soll.
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Noch ist das Areal der alten Waisengärten vor allem Kleingärtnern und Wassersportlern vorbehalten. Die Pläne des neuen Eigentümers sehen eine Öffnung und städtebauliche Entwicklung vor, die den grünen Charackter des Areals erhalten soll.

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14. April 2010, 12:20 Uhr

Werdervorstadt | "Hier vollzieht sich ein Stück Öffnung der Stadt zum Wasser hin. Ein wunderschöner Teil von Schwerin wird für jedermann zugänglich und zugleich wird das Stadtbild aufgewertet", kommentiert Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow den jetzt vorliegenden Masterplan zur Entwicklung des Areals der Waisengärten nördlich des Beutels. Die von der LGE Landesgrunderwerb Mecklenburg-Vorpommern GmbH, dem Eigentümer des Areals, in einen Plan gegossenen Ideen sehen großzügige grüne Promenaden am Wasser, attraktives Wohnen, neue Plätze und Wege und eine lebhafte Szene vor.

"Wir möchten das Areal öffnen und ein neues, modernes Stadtquartier für alle Bevölkerungsgruppen schaffen", erklärt LGE-Geschäftsführer Robert Erdmann die Ziele der grundlegende Planungen für das 8,4 Hektar große Gebiet am Werder. Vorgesehen sei eine öffentliche Uferzone, die sich vom Polizeigelände bis hin zur Werft erstreckt, ein Strandbereich mit vielen Freizeitangeboten, eine Promenade entlang des Strandes, ein grüner Platz am Werder, ein Wohngebiet mit unterschiedlichen Gebäudetypen wie Stadthausreihen und Stadtvillen, eine Verlängerung und Neugestaltung der Amtstraße bis zum Seeufer und sichere und attraktive Wegen für Fußgänger und Radfahrer.

"Nach unseren Vorstellungen wird ein Quartier entstehen, das Schwerin als Stadt am Wasser weiter qualifiziert, alle Merkmale einer lebendigen und urbanen Kommune aufweist und sich nahtlos in die Umgebung einfügt", erläutert Erdmann. Besonderes Augenmerk werde dabei auf die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit aller städtebaulichen Maßnahmen gelegt. Ende März hatte die Kammergruppe Schwerin der Architektenkammer über die Entwicklung des Areals debattiert und einen hohen Qualitätsanspruch an die Bebauung des künftigen Quartiers formuliert.

Doch bis wirklich gebaut wird, ist noch ein weiter Weg. "Der Masterplan hat die Funktion eines flexiblen Entwicklungsrahmens", erläutert Erdmann. Noch in diesem Monat soll das Papier mit Gremien und Ausschüssen der Stadt und interessierten Bürgern diskutiert werden. Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorff will dazu eine Projektgruppe einberufen, der neben Architekten und Planern auch Vertreter der Bürgerinitiative und der Kleingarten- und Wassersportvereine angehören können. Die Ergebnisse dieser Beratungen sollen dann sowohl bei der Aufstellung des Bebauungsplanes als auch für Investoren- und Architektenwettbewerbe berücksichtigt werden, kündigt Erdmann an. "Denn wir werden sehr viel Wert auf gute Baukultur legen."

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