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"Bürgermeister-Radtour" in Güstrow : "Überwiegend heiter, aber Wolken"

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Erstmals fand am Donnerstag in Güstrow eine "Bürgermeister-Radtour" statt. Eingeladen hatten die Barlachstadt und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), Regionalverband Rostock.

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erstellt am 28.Apr.2011 | 09:17 Uhr

Güstrow | Erstmals fand gestern Nachmittag in Güstrow eine "Bürgermeister-Radtour" statt. Eingeladen hatten die Barlachstadt und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), Regionalverband Rostock. Bei der einstündigen, sechs Kilometer langen Tour durch die Innenstadt (Markt-Domplatz-Hansenstraße-Gertrudenkapelle-Lindenstraße-Eisenbahnstraße-Schwaaner Straße-St.-Jürgensweg-Neukruger Straße-Lange Stege-Am Berge-Lange Straße-Hollstraße-Markt) ging es um Vorhaben, die den Radverkehr fördern und um Schwachstellen. Als "überwiegend heiter" umschrieb Martin Elshoff vom ADFC sein Fazit. Wolken seien da, aber die seien wegzubekommen. Elshoff verwies darauf, dass bei allen weiteren Planungen an Radfahrer gedacht werden müsse und dass der ADFC Mittel habe und Wege kenne, wie der Einfluss geltend gemacht werden könne. Dass der Bürgermeister mitgefahren sei, sei der Beweis, dass er hinter den Radfahrern stehe.

Stadtvertreter und Hoteliers glänzten mit Abwesenheit

Arne Schuldt - täglich und jetzt mit einem neuen Rad unterwegs - verstand die Tour als Auftrag, ständig die Bedingungen für die Radler zu verbessern, weil Güstrower und Touristen immer häufiger auf das Rad umsteigen. Schuldt: "Das Stadtentwicklungsamt sowie die Abteilung Wirtschaftsförderung und Tourismus werden die Tour mit dem ADFC auswerten, alle neuralgischen Punkte benennen und daraus ein Arbeitsprogramm entwickeln."

Die Tour begann auf dem Markt. In der Domstraße fuhr der Tross - weil gestattet - entgegen der Einbahnstraße auf einem so genannten Angebotsstreifen. Das funktioniert gut und bleibt nachahmenswert. Allerdings wies Elshoff darauf hin, dass man auch in diesen Straßen rechts fahren muss und nicht wie die meisten in der Kerstingstraße in Richtung Domplatz den Angebotsstreifen links nutzen.

Problematisch wird es für Radfahrer, wenn Radwege enden, sie absteigen und schieben müssten. Es aber nicht tun. Das sind die Momente, in denen Schuldt darauf verweist, dass nicht alle Wünsche der Radler nach Radwegen sofort zu erfüllen sind. Auch wenn es schwer falle, gelte trotzdem die Straßenverkehrsordnung, betonte Elshoff. Und auf nicht für Radler frei gegebenen Gehwegen sei das Radfahren nun einmal nicht erlaubt. Bleiben solche Problemfälle wie die Kreuzung St.-Jürgensweg-Rostocker Chaussee-Neukruger Straße. Das solle sich aber ändern, macht der Bürgermeister Hoffnung. Beim Ausbau der Bundesstraße von der Trendelenburgallee bis zur Liebnitzbrücke würden beidseitig neue Rad- und Gehwege entstehen, die die schwierige Situation schlechter und unvollkommener Wege dort ändern. Baubeginn könnte 2012 sein.

Hoffnung gibt es auch für weniger Poller auf Rad- und Gehwegen, wo Autos fahren können. Schuldt: "Wir wollen sie abbauen und so wenig wie möglich stehen lassen."

Eine Diskussion gab es zu abgesenkten Bordsteinen, die Radfahrer fordern, aber das Straßenbauamt z.B. an der Bundesstraße in der Lindenstraße nicht zulassen und außerdem von "Blinden und Sehschwachen wieder kritisiert würden", argumentierte Detlef Wenzek von der Stadtverwaltung.

Enttäuscht war Anett Zimmermann vom Güstrow-Tourismus-Verein über die komplett abwesenden, aber eingeladenen Stadtvertreter sowie fehlende Landkreis- und Landes-Tourismusverbandsvertreter und Hoteliers.

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