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Die Kontrolle übers Fahrzeug verloren : Überholmanöver falsch eingeschätzt

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Es bot sich ein Bild des Schreckens, als die Feuerwehrleute am Unfallort eintrafen: An einer Eiche am Rand der B191 war ein Mazda gequetscht. In den Trümmern eingeklemmt, lag der lebensgefährlich verletzte Fahrer.

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erstellt am 12.Jan.2011 | 08:37 Uhr

Karstädt | Nach dem folgenschweren Verkehrsunfall musste die Bundesstraße 191 gestern früh für knapp zwei Stunden in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden. Weiträumig wurde der Verkehr von Polizeibeamten umgeleitet. Es bot sich ein Bild des Schreckens, als die Feuerwehrleute aus Karstädt und Grabow am Unfallort eintrafen: An einer Eiche am Rand der B191 war ein Mazda gequetscht. Dass es sich um einen solchen handelte, war nur noch an der Rückfront des Autos zu erkennen. In den Trümmern eingeklemmt, lag der lebensgefährlich verletzte Fahrer.

Der 19-jährige Mann aus dem Nachbarlandkreis Lüchow-Dannenberg musste so schnell wie überhaupt möglich befreit werden. Kälte und Unfallfolgen verlangten schnelles und umsichtiges Handeln. Doch die Rettung sollte sich als schwierig herausstellen, denn die Füßen des Unglücksfahrers waren kompliziert im Pedalbereich gefangen. Ein zwischenzeitlich eingetroffenes Notarzteam nahm trotzdem die medizinische Erstversorgung auf, tat alles Notwendige. Wertvolle Minuten verrannten, die Füße blieben fest. Fast gleichzeitig mit dem Einschweben der Besatzung des Rettungshubschraubers (RTH) aus Güstrow gelang den Feuerwehrkräften die wichtige Befreiung des Eingeklemmten. Die lebenserhaltenden Maßnahmen konnten im Rettungswagen fortgesetzt werden. Minuten später hob der RTH mit dem lebensgefährlich Verletzten von der B 191 in Richtung Klinikum Schwerin ab.

Im Verlauf der weiteren Untersuchungen zum Unfallhergang ermittelte die Polizei, so die Pressestelle der Polizeidirektion (PD) Schwerin, dass der Autofahrer als so genannter Kolonnenüberholer gleich mehrere Fahrzeuge auf einer langen Geraden überholt hatte, dann wegen Gegenverkehr wieder auf die rechte Fahrspur lenken musste. Dabei sei der Mazda ins Schleudern geraten und das Unglück nahm seinen Lauf, so die PD-Info.

Die B 191 sei auf dem Teilstück zwischen der Dömitzer Elbbrücke bis zur Einmündung in die B 5 in Richtung Ludwigslust seit je her eine Strecke mit zahlreichen Gefahrenpunkten, hieß es von der PD. Unfallschwerpunkte oder Unfallhäufigkeiten habe die Polizei in den vergangenen Jahren nicht mehr feststellen können. Eigentlich verzeichne man in der Unfallstatistik einen konstanten Rückgang der Unfälle.

Diese Aussage deckt sich mit der Unfallhäufigkeit der letzten Winterwochen. Auf diesem Abschnitt der B 191 ereigneten sich trotz Eis und Schnee auf der Fahrbahn keine schweren Verkehrsunfälle, trotz eines sehr hohen Lkw-Aufkommens. Zusammenstöße mit Wild waren der häufigste Grund, dass die Polizei zu Unfällen ausrücken musste.


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